Samstag, 17. September 2016

# 67 - Allende und die Jugend

Eine Premiere für diesen Blog: das erste Jugendbuch

 

Das heutige Buch ist mir zufällig in die Hände gefallen. Obwohl ich schon einige Titel von Isabel Allende gelesen habe (siehe auch die Rezension zu Paula), ist mir völlig entgangen, dass sie auch Jugendbücher geschrieben hat. Im Bann der Masken ist der letzte Teil einer Trilogie*), die sich um die Reisejournalistin Kate Cold, ihren Enkel Alexander und die Brasilianerin Nadia, die derzeit bei Kate lebt, dreht.

Eine Fotosafari wird zum Kampf auf Leben und Tod

 

Kate wird zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt darum gebeten, eine Reportage über Kenia zu schreiben: Sie ist gerade mit Alex und Nadia in Asien unterwegs, als sie den Auftrag des International Geographic erhält, sich sofort auf den Weg nach Kenia zu machen. Da Kate darauf besteht, die beiden jungen Leute mitzunehmen, willigt die Zeitschrift schließlich ein. Die Drei reisen gemeinsam mit zwei Fotografen nach Nairobi und werden von dort aus zu einem Safari-Camp gebracht. Sie verleben zunächst eine spannende Zeit sowohl mit Tierbeobachtungen als auch auf einem afrikanischen Markt und erleben seltsame Begebenheiten. Die bis dahin noch friedliche Stimmung ändert sich allerdings, als ihnen Bruder Fernando über den Weg läuft. Er ist auf der Suche nach zwei vermissten Ordensbrüdern, die in dem Dorf Ngoubé im äquatorialafrikanischen Dschungel eine Mission aufbauen wollten und schon seit einiger Zeit kein Lebenszeichen mehr abgegeben haben. Aus ihren Berichten weiß er, dass sie sich mit dem selbsternannten König Kosongo und dessen Kommandanten Mbembelé herumschlagen müssen, die nicht nur die beiden Geistlichen, sondern insbesondere das Bantu-Dorf und einen Pygmäen-Stamm unterdrücken und ausbeuten. Die beiden Despoten erhalten Unterstützung durch den machtvollen Zauberer Sombe, der in unregelmäßigen Abständen im Dorf auftaucht und die Menschen zur Räson bringt. 
Zusammen mit der beherzten Pilotin Angie Ninderera startet die Gruppe zu einer riskanten Mission.

Etwas Anderes als das Gewohnte

 

Isabel Allende schickt ihr abenteuerlustiges Trio nicht ohne hilfreiche Fähigkeiten auf diese gefährliche Mission. Alex und Nadia verfügen nicht nur über schützende Amulette, sondern können sich bei Bedarf auch in ihre Totems verwandeln oder Freunde aus dem Totenreich herbeirufen. Nadia besitzt außerdem die Gabe, sich mit den meisten Tieren verständigen zu können, was bei dieser Mission sehr hilfreich werden soll.
Im Bann der Masken ist ein gut geschriebenes Buch, das jedoch an manchen Stellen ein bisschen schwächelt: Nicht alle Charaktere sind gut ausgearbeitet, und an manchen Stellen werden Handlung und Personen zu sehr nach dem Schwarz-Weiß-Schema aufgeteilt. Es ist dennoch lesenswert, nicht nur für Jugendliche.
Die mir vorliegende Ausgabe ist bereits 2004 im Suhrkamp Verlag erschienen und kostete 22,90 €. 

*): Band 1: Die Stadt der wilden Götter; Band 2: Im Reich des goldenen Drachen. Alle drei Bücher sind derzeit ebenfalls im Suhrkamp Verlag als Sammelband für 12 € erhältlich.

Kommentare:

  1. So, so, Allende kann auch Jugendbücher. Für welche Altersklasse ist dieser Roman geeignet? Liebe Grüße, Renie

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    1. Ab etwa 16 Jahren lautet die offizielle Angabe, ich würde es aber für Leser ab 14 Jahren für geeignet halten.
      Liebe Grüße
      Ina

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