Freitag, 16. Oktober 2015

# 20 - Eine Reise ins Vergessen ohne Wiederkehr

Der Ex-Fußballer Gerd Müller, der frühere US-Präsident Ronald Reagan, die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher oder die Kinderbuchautorin Enid Blyton: Sie erlitten am Ende ihres Lebens dasselbe Schicksal wie der Mann, um den es im heutigen Buch geht: Walter Jens. 

Der Altphilologe, Schriftsteller, Übersetzer und Kritiker ist mehr als 30 Jahre Professor an der Eberhard Karls Universität in Tübingen gewesen. Er war als Dauergast in den Feuilletons und kulturellen Fernsehsendungen auch einem breiten Publikum außerhalb des Universitätsbetriebs bekannt. Dieser gebildete Mann, dessen schärfste Waffe das Wort war, litt in den letzten Jahren seines Lebens an Alzheimer, einer Krankheit, deren Verlauf sich mithilfe von Medikamenten für einen begrenzten Zeitraum abbremsen, aber nie heilen lässt. 

Sein Sohn Tilman Jens veröffentlichte 2009 das Buch Demenz - Abschied von meinem Vater, in dem er sich mit dem Verlauf der Krankheit und den Persönlichkeitsveränderungen, die er an seinem Vater beobachten konnte, auseinandersetzte. Aber auch das Thema Sterbehilfe kommt immer wieder zur Sprache.

"Darf ich nach einem selbstbestimmten Leben nicht auch einen selbstbestimmten Tod haben, statt als ein dem Gespött preisgegebenes Etwas zu sterben, das nur von fernher an mich erinnert?" Mit diesem Zitat, das aus dem von seinem Vater und dem Theologen Hans Küng 1995 veröffentlichten Buch "Menschenwürdig sterben" stammt, leitet Tilman Jens sein eigenes Buch ein. Die Position seines Vaters war immer klar: Er will entweder bis ans Ende seiner Tage seiner Leidenschaft, dem Schreiben, nachgehen können oder tot sein. Noch mit 78 Jahren hatte Walter Jens 2001 in einer Fernsehsendung diese Haltung erneuert. Gleich zu Beginn des Buches schildert sein Sohn den Zustand des Vaters zu dem Zeitpunkt, zu dem es 2008 geschrieben wurde. So etwas wie Nachtruhe gab es nur noch mithilfe von Schlafmitteln, Desorientierung, der Drang wegzulaufen, Augen ohne Ausdruck: Das machte den einst bewunderten Jens im Alter von 85 Jahren aus. Ein Zustand, den er für sich nie wollte und über den er zwölf Jahre zuvor noch gesagt hatte, er bezweifle, "dass derjenige, der am Ende niemanden mehr erkennt von seinen nächsten Angehörigen, im Sinne des Humanen noch ein Mensch ist. Und deshalb denke ich, sollte jeder bestimmen können, dann und dann möchte ich, dass ich sterben darf." Worte, die sich leicht sagen lassen, wenn man (noch) nicht zu den Dementen gehört.

Tilman Jens sieht den Grund für den Ausbruch der Krankheit bei seinem Vater in einem Ereignis, das diesen völlig unvorbereitet getroffen und ihn massiv erschüttert hatte. Im November 2003, ein halbes Jahr nach seinem 80. Geburtstag, wurde öffentlich, dass Walter Jens 1942 der NSDAP beigetreten ist. Die Presse und Kollegen fielen über ihn her, nur wenige Weggefährten nahmen ihn in Schutz. Anstatt die Gelegenheiten, die in der Vergangenheit immer wieder da gewesen wären, zu nutzen, hoffte er nun, mit der Schneckenhaus-Taktik die Kritik abzuschütteln. Doch niemand mochte so recht glauben, dass er von seiner Mitgliedschaft nichts gewusst haben wollte und sich alles um einen Irrtum handeln müsste.

Doch auch wenn die ersten Ausfallerscheinungen Hinweise auf eine beginnende Demenz gegeben hatten, glaubte die Familie zunächst an eine Rückkehr der Depression, die Walter Jens in den 1980er Jahren durchlitten hatte. Im Laufe der folgenden Jahre nahm er nun eine Reihe von Psychopharmaka, die er sich von unterschiedlichen Ärzten an verschiedenen Orten verschreiben ließ.

Die Hinweise auf eine Demenz wurden jedoch immer deutlicher: Es kam zu Gewalt gegen seine Frau Inge, das Leben mit Jens wurde für sie immer schwieriger. Die Rollen kehrten sich um. Aber noch immer sprachen auch die Ärzte von psychischen Problemen, empfahlen allerdings wegen Jens' Medikamentenabhängigkeit eine Entziehungskur in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung. Rückblickend zieht Tilman Jens den Schluss, dass die Familie von den dortigen Ärzten bewusst im Unklaren gelassen wurde, während immer von einer "atypischen Depression" die Rede war. Das hält er auch dem emeritierten Tübinger Professor Karl-Josef Kuschel vor, der in seinem 2008 erschienenen Porträt über Walter Jens dessen Demenz vollständig außen vor ließ; so, wie eine Schande, die das Bild, das man von einem Menschen hat, befleckt.

Walter Jens hatte sich schon viele Jahre vor dem Beginn seiner Alzheimer-Erkrankung gewünscht, dass der ihm vertraute Hausarzt seinem Leben mit den richtigen Medikamenten ein Ende setzen sollte, wenn es nicht mehr lebenswert sein würde. Diesen Zeitpunkt hielt Walter Jens in einem geistig klaren Moment 2005 für gekommen und bat seinen Sohn darum, das Nötige zu veranlassen. Seine Familie hatte ihm die inzwischen gesicherte Diagnose Alzheimer verschwiegen und statt dessen nur von Entzugserscheinungen nach dem Absetzen der Psychopharmaka gesprochen. Doch der Arzt hatte noch einen anderen Vorschlag: Mit dem Präparat Memantin gelang es, den Fortschritt der Krankheit für einige Monate aufzuhalten.

Aber der Wunsch, zu sterben, kehrte zurück: Anfang Januar 2007 sagte Walter Jens gegenüber seinem Sohn und seiner Frau, dass er jetzt gehen wolle. Es sei jetzt genug. Die beiden konnten diesen Wunsch verstehen, doch nach wenigen Minuten Stille fügte Walter Jens hinzu: "Aber schön ist es doch!" Sollte man einem Menschen in  dieser Gemütsverfassung zu einer aktiven Sterbehilfe verhelfen? Sie taten es nicht.

Ein schwieriges Thema - nein, eigentlich zwei

Bevor ich mich diesem mit etwa 140 Seiten relativ kurzen Buch schon vor ein paar Jahren zugewendet habe, musste ich einmal tief durchatmen. Keines der beiden Themen, um die es hier im Kern geht, löst Heiterkeitsausbrüche aus. Ich mag mir weder vorstellen, selbst in den mentalen Sümpfen einer Demenz zu versinken und von den Entscheidungen anderer abhängig zu sein noch, mich jemals in einer Situation zu befinden, die mich über das vorgezogene Ende meines Lebens nachdenken lässt. Trotzdem, oder auch gerade deshalb, finde ich es wichtig, sich mit diesen Gedanken zu beschäftigen und für sich Entscheidungen zu treffen bevor es andere, die es "gut" meinen, tun. 

Tilman Jens ist für sein Buch, in dem er auch offen seine eigene Gefühlslage während dieser Jahre schildert, von der Presse teilweise harsch abgestraft worden. Besonders vernichtend trat dabei die Kolumnistin einer überregionalen Wochenzeitschrift auf, die dem Sohn vorwarf, die Krankheit des Vaters zu romantisieren. Auch die Entdeckung der NSDAP-Mitgliedschaft von Walter Jens als Auslöser der Alzheimer-Krankheit findet sie "abwegig" und jenseits aller medizinischer Vernunft. 

Warum eine Literaturkritikerin medizinische Bewertungen anstellt, bleibt ihr Geheimnis. Die Forschung geht heute tatsächlich davon aus, dass u. a. seelische Belastungen, Burn-Out oder Stress als Alzheimer auslösende Faktoren infrage kommen.

Tilman Jens musste nicht davon ausgehen, dass sein Vater dieses Buch verurteilt hätte. Walter Jens selbst ist mit seiner Depression, unter der er rund 25 Jahre zuvor litt, offen umgegangen und hat nichts verheimlicht. Das Buch ist sehr mitfühlend geschrieben und spiegelt die Hilflosigkeit der ganzen Familie wider. An vielen Stellen ist Tilman Jens die Erschütterung anzumerken, die mit dem geistigen Verfall des Vaters einhergeht und die ich aus eigenem Erleben nachempfinden kann. 

Demenz - Abschied von meinem Vater sollte dazu beitragen darüber nachzudenken, wie wir mit uns und denjenigen, die uns nahe stehen, umgehen wollen. Sowohl Demenz als auch Sterbehilfe sind Themen, die die meisten von uns gern mit einem gedanklichen "später" wegschieben. Aber es ist besser, so etwas wie einen Plan zu haben, um dann, wenn sich die Problematik stellt, vorbereitet zu sein.

Walter Jens starb im Juni 2013 und wurde 90 Jahre alt. Ohne Sterbehilfe. 
  

Freitag, 9. Oktober 2015

# 19 - Heute schon ins Polarmeer gefallen?

Wie man als Medizinstudent Schiffsarzt wird

 

Diese Art der Berufserfahrung dürfte heute kaum ein Medizinstudent vorweisen können, doch einer der berühmtesten Krimi-Autoren hat sein Leben lang davon gezehrt: In Heute dreimal ins Polarmeer gefallen erzählt Arthur Conan Doyle von seinem fast schon überstürzten Aufbruch aus Edinburgh, um von Februar bis August 1880 auf einem Arktis-Walfangschiff anzuheuern. Seine Erfahrung mit Schiffsreisen aller Art war bei Null, aber die Abenteuerlust und die Aussicht, Geld zu verdienen, behielten die Oberhand. Ein Kommilitone bot ihm seinen eigenen Job auf der Hope an, das Schiff lief bereits eine Woche später aus. Arthur Conan Doyle war damals erst 20 Jahre alt und befand sich im dritten Studienjahr. 

Was macht ein Schiffsarzt eigentlich?

 

Die Bedenken, die Conan Doyle zunächst hatte, wurden rasch zerstreut: Seine  absolut ausbaufähigen medizinischen Kenntnisse wurden nur sehr selten benötigt. Der einzige Patient, der während seiner Behandlung starb, hätte die Erkrankung aufgrund der fehlenden Hygiene an Bord auch dann nicht überlebt, wenn ein erfahrener Chirurg zur Stelle gewesen wäre. Ein Schiffsarzt war in erster Linie dazu da, dem Kapitän Gesellschaft zu leisten und ansonsten "Mädchen für alles" zu sein. 
Selbstverständlich wurde der junge Medizinstudent von der Crew kritisch beäugt, und erst ein erfolgreicher Boxkampf gegen den Stewart bewog diesen, Conan Doyle als den besten Arzt zu loben, "den wir je hatten. Er hat mir ein blaues Auge verpasst!". 

Die Hope begann ihre Fahrt im Februar 1880 im schottischen Peterhead. Arthur Conan Doyle war sehr erstaunt, als sich das Schiff bereits im arktischen Eis befand, nachdem es erst sechs Tage zuvor nach etlichen Tagen Liegezeit wegen schlechten Wetters in Lerwick (Shetland-Inseln) ausgelaufen war.
Doch es sollte eine Weile dauern, bevor überhaupt die ersten Tiere gefangen werden konnten. Wegen der bis zum 3. April dauernden Schonfrist war es zunächst nicht möglich, Robben zu jagen. Auch andere Tiere machten sich rar, sodass viel Zeit mit Warten und der Erledigung von Routineaufgaben verstrich. Gleich bei seiner ersten Robbenjagd fiel Conan Doyle zwischen zwei Eisschollen und musste mit einem Bootshaken aus dem eisigen Wasser geholt werden. Nachdem er auch an den folgenden Tagen mehrmals aus Ungeschicklichkeit ins Polarmeer gefallen war, bekam er vom Kapitän den Spitznamen "der große Eistaucher".

Fängt ein Walfänger Wale?

 

Bei gerade dieser Fahrt konnte man daran zweifeln: Erst Anfang Juni wurde überhaupt der erste Wal gesichtet, bis zum ersten Fang wurde es Ende Juni. Bis dahin hatte die Beute auschließlich aus Robben und einigen Vögeln bestanden. 
Conan Doyle fand bei allen Naturbeobachtungen und Wetterkapriolen auch Zeit zum Lesen. Wenn es um ihn selbst ging, neigte er häufig zur Ironie. Er zitierte eine Geschichte, in der ein Arzt in der Mitte des Friedhofs bestattet wurde. Einer seiner Kollegen schlug die Grabinschrift "Si momentum quareis, circumspice" vor: "Sucht ihr sein Denkmal, seht euch um."

Conan Doyle war überwältigt von der Fülle der vielen neuen Eindrücke und saugte sie förmlich auf. Er war sich immer dessen bewusst, dass sich diese Erlebnisse nie wiederholen würden und es für ihn keine weitere Reise auf einem Walfänger geben würde - trotz des verlockenden Angebots des Kapitäns, ihm im nächsten Jahr den doppelten Sold zu zahlen. 
Von einem besonderen Naturphänomen war er sehr beeindruckt: Am 21. Juni 1880 sah Conan Doyle "drei deutlich erkennbare Sonnen, die gleichzeitig mit ebenbürtiger Leuchtkraft schienen, und alle waren umkränzt von schönen Regenbogen,...". Ihm war das, was er sah, ein Rätsel, aber es wird sich um Halos gehandelt haben, die zu ihrem Entstehen gleichmäßige und klare Eiskristalle benötigen.


Die Faszination hält ein Leben lang

 

Das Tagebuch wurde von Arthur Conan Doyle gewissenhaft geführt. Für jeden Tag finden sich Einträge, die häufig durch eigene Zeichnungen von Schiffen oder Tieren illustriert wurden. Viele dieser Aufzeichnungen sind ebenso wie die Skizzen als Faksimiles erhalten. Conan Doyles Handschrift war sehr deutlich, sodass sich viele Texte im Original lesen lassen. Er war oft im Zwiespalt zwischen der Faszination des Robben- und Walfangs und dem Leid, das die Tiere bis zu ihrem Tod aushalten mussten. Auch er selbst hatte sich während des ganzen halben Jahres aktiv auf dem Schiff und beim Fang an allen Arbeiten beteiligt und selbst zahlreiche Robben und Vögel erlegt. Auch an der Jagd auf Wale war er beteiligt und beschrieb immer wieder den Nervenkitzel, den er dabei empfunden hatte. Walfang quasi als Bungee-Springen des 19. Jahrhunderts.

 

Das Buch  Heute dreimal ins Polarmeer gefallen wurde von seinen Herausgebern um Essays, mehrere Schriften und den Lebenslauf Conan Doyles ergänzt. So bekommt der Leser einen sehr guten Einblick in seine Persönlichkeit und seine Entwicklung vom Arzt zum Schriftsteller, für die das Tagebuch eine Art Fingerübung war.
Es ist mit dem Kriegstagebuch von Astrid Lindgren, das ich hier vor einer Woche vorgestellt habe, nicht zu vergleichen. Arthur Conan Doyle hatte es sich im Gegensatz zu seiner schwedischen "Kollegin" zur Aufgabe gemacht, jeden Tag seiner Reise zu dokumentieren. Deshalb gibt es auch vereinzelt Tage, an denen er nur ein Wort zu Papier gebracht hat: "Nichts."
Auch den Umstand, dass er bei seiner Abreise aus Peterhead erst 20 Jahre alt war, merkt man seiner heiteren und unbeschwerten Sicht auf die Dinge an. Er hat eine so plastische Ausdrucksweise, dass seine Leser diese sechs Monate praktisch mit ihm zusammen erleben und sich gut in die geschilderten Situationen hineinversetzen können. Wer die Krimis mit Sherlock Holmes und Dr. Watson gelesen hat, wird auch die eine oder andere Szene wiedererkennen, die Conan Doyle in seinem Tagebuch geschildert hat.


Empfehlung?

 

Auf jeden Fall! Das im März 2015 erschienene Buch wird nicht nur den Conan Doyle-Fans gefallen, sondern auch allen, die sich für Geschichte und/oder Natur interessieren. Wer bei der Schilderung der Reiseroute den Faden verliert, kann sich an der Karte orientieren, die sich zu Beginn des Buchs befindet.
Selbstverständlich kommt es bei jedem Buch zuerst auf den Inhalt an. Bei diesem hat sich der mareverlag Hamburg jedoch besondere Mühe gegeben, die hier erwähnt werden soll: Es ist ein Leinenband mit einem Lesebändchen und  wird in einem stabilen Schuber verkauft. Auf dem Bild oben ist das Cover des Schubers zu sehen. In dieser Ausstattung ist es natürlich teurer als ein Taschenbuch.

 

 

Vielen Dank!

Das Buch Heute dreimal ins Polarmeer gefallen wurde mir als Rezensionsexemplar vom Inhaber der Hemminger Buchhandlung, Herrn Stefan Koß, zur Verfügung gestellt, wofür ich mich ganz herzlich bedanke. Herr Koß bietet ein breites Spektrum unterschiedlichster Bücher an und besorgt nicht im Laden vorhandene Exemplare innerhalb eines Werktages. 
Die Kontaktdaten und Öffnungszeiten gibt es hier: Hemminger Buchhandlung


 

 

 

  

 

Sonntag, 4. Oktober 2015

Der September ist vorbei - diese Bücher gab es bei mir

Dieser Monat hielt die unterschiedlichsten Bücher bereit

 

Es ging mit einem Buch los, das bei euch sehr gut angekommen ist: ROAD DOGS von Elmore Leonard guckte zwei ungleichen Knastkumpels über die Schulter, die fast gleichzeitig in die Freiheit entlassen werden. Sie haben eine sehr eigenwillige Strategie, ihr neues Leben zu meistern und wissen schon nach kurzer Zeit nicht mehr, wem sie noch trauen können. Sehr spannend und unterhaltsam, darum gibt es für diesen Roman

  (von 5)
 
Wenn ihr euch für den Autor interessiert: Bei youtube gibt es eine Reihe von Interviews mit dem bereits vor zwei Jahren verstorbenen Schriftsteller. 




Am 11. September habe ich euch UNERKANNT DURCH FREUNDESLAND vorgestellt. Das Buch enthält selbst verfasste Reisebrichte von DDR-Bürgern, die in den 1970er und 1980er Jahren illegal auf eigene Faust die UdSSR erkundet haben. Es beinhaltet unzählige Fotos aus der damaligen Zeit und erzählt authentisch von den Sorgen und Nöten der Abenteurer, aber auch von der sehr großen Gastfreundschaft, die sie erfahren haben. Ein Buch zum Immer-wieder-in-die-Hand-nehmen, darum auch hierfür

 


  
Weiterführende Links befinden sich direkt unter der Rezension.




In der Woche darauf habt ihr meine Buchbesprechung zu dem Roman DIE WAHRHEIT ÜBER DEN FALL HARRY QUEBERT gelesen. Ein Verwirrspiel um die Frage: Wer hat vor 33 Jahren die 15-jährige Nola ermordet? Das Buch ist eine Mischung aus Krimi und der Betrachtung von menschlichen Abgründen. Sehr spannend geschrieben und bestens geeignet für lange Leseabende. An dieser Stelle nochmals mein herzlicher Dank an die Hemminger Buchhandlung und ihren Eigentümer Stefan Koß, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Es bekommt von mir


 

 
Der Piper-Verlag hat zu diesem Roman einen kurzen Buch-Clip  veröffentlicht.




Am 25. September habe ich mir über das Buch DER GRÖSSERE TEIL DER WELT Gedanken gemacht. Im Zentrum des Geschehens steht die Karriere des alternden Musikproduzenten und Ex-Punk-Rockers Bennie Salazar und seiner Assistentin Sasha, die er nach 12 Jahren intensiver Zusammenarbeit wegen ihrer Kleptomanie feuert. Für diesen Roman, der einen zeitlichen Bogen von den 1970er Jahren bis heute schlägt, bekam Jennifer Egan 2011 den Pulitzer Preis. Wenn ihr meine Buchbesprechung gelesen habt, wisst ihr bereits, dass sich meine Begeisterung in überschaubaren Grenzen gehalten hat. Deshalb finde ich 


angemessen. Aber: Erlaubt ist, was gefällt. Eine Videorezension von einer Buchhändlerin, die das Buch richtig gut findet, hilft euch vielleicht bei der Kaufentscheidung.
 


Das war's für den September. Ich hoffe, dass etwas für euch dabei gewesen ist. Wenn nicht, dann wartet auf die Bücher im Oktober.