Sonntag, 18. August 2019

# 208 - Fifty Shades of...?


Was fällt fast jedem ein, wenn "Fifty Shades" gesagt wird? Sicher nicht das Buch, das ich heute vorstellen werde: Fifty Shades of Merkel ist das zweite Buch der Politikwissenschaftlerin Julia Schramm und bereits 2016 erschienen. Wer nun vermutet, dass die Kanzlerin hier von einem ihrer Fans porträtiert wurde, liegt falsch: Schramm ist als ehemaliges Mitglied der Piratenpartei und jetziges Mitglied der Partei Die Linke unverdächtig, Angela Merkel in den Himmel zu heben.

In 50 Kapiteln ist Schramm der Bundeskanzlerin auf der Spur. Sie sieht sich deren Leben von ihrer Geburt als Tochter eines evangelischen Pastors in Hamburg bis 2015 an und betrachtet jeden Abschnitt aus verschiedenen Winkeln. Der Zweck des Buches ist trotz der entgegengesetzten politischen Ausrichtung der beiden Frauen nicht, Merkel zu verunglimpfen oder der Lächerlichkeit preiszugeben. 

Schramm geht analytisch und einigermaßen chronologisch vor und versucht, Angela Merkel zu verstehen und zu ergründen. Das ist nicht so einfach, denn die Kanzlerin gehört nicht zu den Menschen, die das Herz auf der Zunge tragen.

Schramm entdeckt sogar - man mag es kaum glauben - Parallelen zwischen Angela Merkel und Helmut Schmidt. Beiden schreibt sie eine hanseatische Gelassenheit zu und eine Politikausrichtung, die sich an den Erfordernissen des aktuellen Moments ausrichtet. 

Doch auch die Eltern Kasner sowie Angela Merkels jüngere Geschwister Irene und Marcus Kasner werden in den Blick genommen. Inwieweit haben sie dazu beigetragen, dass Angela Merkel die wurde, die sie heute ist? Es geht auch um ihren ersten Mann, dessen Namen sie auch nach ihrer zweiten Heirat behalten hat, sowie die politischen Weggefährten, mit denen sie zum Teil sehr gut zusammengearbeitet, sie in manchen Fällen aber auch politisch ermordet hat. Helmut Kohl war ihr bekanntestes Opfer; als "Vatermörderin" wurde sie damals bezeichnet, als sie mithilfe eines Artikels in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Dezember 1999 wegen der Spendenaffäre den Mann vom Thron stieß, der sie als Ziehvater in ihrer Polit-Karriere unterstützt hatte.

Julia Schramm bindet immer wieder amüsantes aus Merkels Leben ein, ihr Buch ist nicht als trockenes wissenschaftliches Werk zu sehen. Da ist zum Beispiel die Geschichte mit der gelben Bluse. Für die junge Angela Kasner war die BRD im Prinzip das Land, in dem Milch und Honig fließen. Eines Tages wünschte sie sich von ihrer Verwandtschaft in Hamburg, von der immer wieder Pakete geschickt wurden, eine gelbe Bluse. So etwas war in der DDR nicht aufzutreiben. Doch sie konnte kaum glauben, was ihre Tante ihr daraufhin antwortete: Auch in der BRD gab es weit und breit keine gelben Blusen, weil diese gerade nicht in Mode waren.

Die Kasners waren keine "normale" DDR-Familie. Sie wurden zunächst misstrauisch beäugt, und die Stasi hat sich das vom Vater betriebene Weiterbildungszentrum für Theologen in Templin in der Uckermark genau angesehen. Angela Merkel hat selbst eingeräumt, dass ihre Kindheit dazu geführt habe, kommunikativ vorsichtig zu sein.

Wie war's?

 

Fifty Shades of Merkel ist so etwas wie ein Angela-Merkel-Rundumschlag, den Julia Schramm so objektiv wie nötig und mit einem gewissen Abstand verfasst hat. Das Buch gibt viele neue Einblicke in das Leben und die Denkweise der Kanzlerin und bleibt dabei im positiven Sinn unterhaltsam.

Fifty Shades of Merkel ist bei Hoffman und Campe erschienen und kostet als gebundene Ausgabe 15 Euro sowie als E-Book 10,99 Euro. 
Ich habe das E-Book über die Onleihe bezogen.

Online (fast) gratis eBooks ausleihen - wie geht das?

Vor ein paar Monaten bin ich auf eine Möglichkeit
gestoßen, so gut wie gratis ständig an neuen Lesestoff zu kommen. Mittlerweile weiß ich, dass es sie schon seit einigen Jahren gibt, aber ihr Angebot immer mehr ausgeweitet wurde. Die Rede ist von der onleihe. Um daran teilnehmen zu können, benötigt man ein internetfähiges Endgerät und einen Leseausweis einer öffentlichen Stadtbibliothek, die an diesem Service teilnimmt.

Die Stadtbibliothek meines Wohnortes stellt dieses Anegbot leider nicht zur Verfügung, deshalb bin ich auf die Nachbarkommune ausgewichen. Dort habe ich eine einmalige Gebühr von 2,60 Euro bezahlt und den Hinweis bekommen, dass ich die Gültigkeit meines Leseausweises einmal pro Jahr telefonisch verlängern muss. Dafür fallen keine Kosten an. Das ist nicht überall so: Wie viel für einen Leseausweis und damit für die Teilnahme an der onleihe bezahlt werden muss, ist von Bibliothek zu Bibliothek unterschiedlich.

Über eine eigens eingerichtete Homepage melde ich mich mit der Nummer meines Leseausweises und einem Passwort an und habe dann Zugang zu E-Books, Videos, E-Papers und E-Magazines. Die Verfügbarkeit sowie die maximale Ausleihdauer werden direkt neben dem Medium angezeigt. Sofern eines davon nicht sofort verfügbar ist, besteht die Möglichkeit, sich per E-Mail informieren zu lassen, sobald es zurückgegeben wurde.

Die Rückgabe erfolgt automatisch nach dem Ablauf der Ausleihfrist. Deshalb fallen keine Säumnisgebühren an. Die Medien können beliebig oft ausgeliehen werden, gleichzeitig kann man zehn Medien nutzen. Im Informationsblatt, das mir mit dem Leihausweis ausgehändigt wurde, wurde darauf hingewiesen, dass die Medien dieser Bibliothek nicht mit Kindle-Geräten kompatibel sind. Ich weiß aber, dass das in den einzelnen Stadtbüchereien unterschiedlich gehandhabt wird. Auch die anfallenden Gebühren variieren und müssen vor Ort nachgefragt werden.

Auf mich hat die onleihe einen sehr guten Eindruck gemacht: Sie hat mich durch ihre unkomplizierte Handhabung, die gute Darstellung der Bücher (andere Medien habe ich noch nicht ausprobiert) und die unschlagbar günstigen Kosten überzeugt.
Aber beim Lesen bleibe ich trotzdem altmodisch: Mir ist ein richtiges Buch mit echten Seiten grundsätzlich lieber. Aber angesichts des geringen Gewichts und der besseren Handhabbarkeit ist ein E-Reader für unterwegs die bessere Wahl.

Sonntag, 11. August 2019

# 207 - Hochverrat, um die Familie zu schützen?

Karen Cleveland hat acht Jahre als Analystin für die
CIA in der Abteilung Russland gearbeitet, bevor sie ihren ersten Roman Wahrheit gegen Wahrheit schrieb. 

Die Hauptfigur Vivian Miller hat starke Ähnlichkeit mit der Autorin: Auch sie arbeitet als Analystin in der Spionageabwehr der CIA, ebenfalls in der Abteilung Russland. Vivian ist seit zehn Jahren mit Matt, einem IT-Experten, verheiratet, hat mit ihm vier Kinder und lebt in der Nähe von Washington D. C. Sie ist dabei, mithilfe eines Algorithmus' ein Netzwerk von russischen Agenten zu enttarnen, als ihr eine Datei mit Fotos von Schläfern in die Hände fällt. Einer davon ist ausgerechnet ihr eigener Mann.

Vivians bislang so heile Welt gerät ins Wanken. Matt gibt ihr gegenüber zu, in Wolgograd geboren worden zu sein, mit richtigem Namen Alexander zu heißen und seit 22 Jahren als russischer Spion tätig zu sein. Er beteuert jedoch, sie und die Kinder aufrichtig zu lieben und alles tun zu wollen, um die Familie vor dem russischen Geheimdienst SWR zu beschützen. Aber der Stachel des Misstrauens sitzt bei Vivian tief. Wie soll sie ihrem Mann je wieder vertrauen können, wenn er ihr bis jetzt seine Identität verheimlicht hat?

Doch im selben Moment stellen sich Vivian ganz existenzielle Fragen: Es wäre zwar ihre Pflicht, ihren Mann dem CIA zu melden, aber wie soll es dann mit der Familie weitergehen? Auch sie würde in die Ermittlungen hineingezogen werden, müsste damit rechnen, ihren Job zu verlieren und damit nicht nur ihr Gehalt, sondern auch ihre Krankenversicherung, die ihre Kinder einschließt. 

Von ihrem Vorgesetzten bekommt Vivian den Hinweis, dass sich unter ihren Kollegen ein Maulwurf befindet. Wird sie selbst verdächtigt? Und wem kann sie noch trauen? Ihre Situation verschärft sich, als der SWR beginnt, sie zu erpressen.

Karen Cleveland bringt nicht nur den wirtschaftlichen Aspekt dieses Szenarios zur Sprache, sondern schildert auch, wie tief der Riss ist, der sich nach dieser Entdeckung zwischen den Eheleuten auftut. Die Gefühle pendeln zwischen Misstrauen und Hoffnung hin und her. Vivian beginnt nun, mit neuen Augen auf ihre Ehe zurückzublicken: Hatte Matt nicht immer wieder ihre Bedürfnisse ignoriert? Wurde sie nicht von ihm manipuliert, wenn es galt, Entscheidungen zu treffen?

Wie war's ?

 

Wahrheit gegen Wahrheit wird vom Verlag als Thriller bezeichnet. Das Buch hat unbestritten spannende Abschnitte, aber echter Thrill kommt leider nicht auf. Manche Handlungen sind vorhersehbar, ein starker Schwerpunkt liegt auf den psychischen Ausnahmezuständen, in denen sich die Familie befindet. Das Buch ist insgesamt gut, wird aber den Erwartungen, die durch die Lobeshymnen, die zu seiner Veröffentlichung angestimmt wurden, nicht gerecht. 

Wahrheit gegen Wahrheit  ist 2018 bei btb erschienen, kostet als Klappenbroschur 12 Euro sowie als E-Book 9,99 Euro.
Ich bedanke mich beim Bloggerportal, das mir das Buch zur Verfügung gestellt hat.

 

Dienstag, 6. August 2019

# 206 - Wenn sich eine Frau dem IS anschließt

Vor etwas mehr als drei Jahren habe ich zum letzten
Mal ein Buch von Ulrike Blatter vorgestellt: Vor dem Erben kommt das Sterben ist damals noch als Self-Publishing-Titel erschienen.

Töchter des Todes ist ihr neuester Roman, und dafür hat sich die Autorin viel vorgenommen. Die Geschichte, die Ulrike Blatter erzählt, ist nicht nur eine einzelne, für sich allein stehende Handlungsabfolge, sondern es sind vielmehr mehrere miteinander verwobene Schicksale, in die die Menschen manchmal einfach hineingeschubst worden sind. So, wie es bei dem bosnischstämmigen Ehepaar Edin und Kristina Hodžić der Fall ist, das die Flucht vor dem Balkankrieg in das beschauliche und friedliche Taufingen verschlagen hat. Die muslimische Religion spielt in ihrem Leben keine Rolle, die beiden Töchter Semina und Aylin wurden in Deutschland geboren, die Familie ist in die Gemeinschaft integriert. Die Eltern wollen, dass aus ihren Kindern etwas Vernünftiges wird und spornen sie an, in der Schule und im Studium Leistung zu zeigen. "Glaub ja nicht, dass die Welt gerade auf dich gewartet hat!", wird für die beiden Schwestern zu einer der meistgehörten Ermahnungen.

Doch dann öffnet Aylin den Facebook-Account ihrer älteren Schwester Semina. Sie schaut in ein mit einem Niqab vollverschleiertes Gesicht, in dem sie nur die Augen wiedererkennt. Semina hat dort ihren Standort mit "Syrien" angegeben. Von diesem Tag an ändert sich fast alles: Seminas Verschwinden spricht sich im Ort rasch herum, die selbsternannte Investigativpresse gießt mit unbewiesenen Behauptungen fleißig Öl ins Feuer. Als wenige Tage später ein Selbstmordattentat auf eine Taufinger Metzgerei verübt wird und Zeugen eine in einen schwarzen Niqab verhüllte Frau gesehen haben, sind sich praktisch alle Einwohner einig, dass Semina für diese Tat verantwortlich ist. Es wird in der Öffentlichkeit sogar vermutet, dass sie in Deutschland war, um für den IS junge Frauen anzuwerben.

Die Familie Hodžić ist nun sozial isoliert, Kristina ist an ihrem Arbeitsplatz, einem Kindergarten, nicht mehr erwünscht und sogar ihre beste Freundin wendet sich von ihr ab. Die Familie erhält Drohungen, und Edin beginnt plötzlich wieder zu beten und verschwindet immer wieder ohne eine Erklärung. Zu der Angst um Semina kommt nun noch die um den Vater und Ehemann hinzu. Hatten sie es in der Vergangenheit als "gemischtes" Paar im ehemaligen Jugoslawien nicht schon schwer genug?

Die Handlung wird noch von weiteren Figuren getragen: Aylins Freund Jordan, der mit seiner dunklen Haut und seinen schwarzen Haaren mit Vorbehalten konfrontiert wird, ist durch seine Vergangenheit traumatisiert und kämpft immer wieder gegen das, was er "das Biest" nennt. 
Jordans größter Kontrahent ist Sven; der junge Mann macht keinen Hehl aus seiner rechten Gesinnung.

Parallel zu den Geschehnissen in Taufingen wird auch die Geschichte von der jungen Deutschen Star und ihrem Mann Luan erzählt. Beide hatten sich mit völlig falschen Vorstellungen dem IS im syrischen Rakka angeschlossen, dann aber desillusioniert ihre Flucht geplant. Sie wollten ihrem trostlosen Leben entfliehen, um dann zu erleben, dass sie direkt in der Hölle gelandet waren. Doch sie werden in der Wüste von einer Patrouille aufgegriffen und sehen ihrem sicheren Tod entgegen. Erst gegen Ende des Buches wird deutlich, wo der Zusammenhang zwischen ihnen und Seminas Verschwinden ist.


Wie war's?


Ulrike Blatter hat mit Töchter des Todes einen hochaktuellen Roman geschrieben, in dem sie den Fokus auf Themen lenkt, über die derzeit ständig diskutiert wird: Flucht und Vertreibung, Terrorismus, Fremdenhass, Vorurteile, Zivilcourage, Korruption, Kriminalität und die Verpflichtung der Medien, über Sachverhalte wahrheitsgemäß zu berichten.
Am Ende des Buches ist nichts mehr so, wie es zu Anfang schien. 

Der Roman ist an jeder Stelle spannend geschrieben und nimmt den Leser durch seine eindringliche Sprache mit in die Welt, in der die einzelnen Personen leben - mit ihren Gefühlen, Nöten und ihrer Vergangenheit. Klare Leseempfehlung für ein Buch, das uns einen Spiegel vorhält.

Töchter des Todes ist im Leinpfad Verlag erschienen und kostet als Taschenbuch 14 Euro sowie als E-Book 10,99 Euro.


Freitag, 26. Juli 2019

# 205 - Geht unsere Zivilisation unter?

Vor fast einem Jahr habe ich hier über das erste Buch von M.J. Herberth geschrieben: Chlorophyll, eines der besten Science-Fiction-Bücher, das mir in den letzten Jahren untergekommen ist.

Jetzt hat Herberth mit Die Ankunft der Schlange die Fortsetzung vorgelegt. Die Handlung knüpft nahtlos an die des vorangegangenen Buches an.


Ist das Ende der irdischen Zivilisation gekommen?


Acht Milliarden Menschen sind an den Folgen der Pflanzenseuche gestorben. Ursache war die Ankunft eines Meteoriten, der ein Killerprotein mit sich trug. In den Gewässern siedelten sich jedoch fremdartige Organismen an, die elektrische Energie erzeugen und als Sender gezielt Strahlung abgeben konnten. Sie sollen einer fremden Intelligenz die Position der Erde übermitteln. Die Astrophysikerin Naomi Mae Wood konnte nicht mehr davon abgehalten werden, das aufgezeichnete Signal mithilfe eines Radioteleskops an den Stern Wolf-359 zu senden - 7,79 Lichtjahre von der Erde entfernt. Ein Experiment mit unklarem Ausgang.

Als die Zeitspanne, von der man annimmt, dass sie für ein außerirdisches Antwortsignal aus dem Weltraum benötigt wird, vorbei ist, halten die verbliebenen Menschen den Atem an. Mit wem oder womit müssen sie rechnen?
Doch da keimt buchstäblich Hoffnung auf: Auf dem geschundenen Planeten, auf dem alles Pflanzliche, was bis zur Ankunft des todbringenden Proteins wuchs, vernichtet wurde, entsteht eine neue Lebensform. Sie scheint aus dem Boden emporzuwachsen und sich aus diesem zu ernähren. Geht von ihrer Existenz neue Hoffnung für die verbliebenen Bewohner der Erde aus?

Die zerbrechliche Aussicht auf eine positive Zukunft für die Menschen hat nur kurz Bestand. Schon bald wird klar, dass dieses fremdartige Gewächs nicht einfach nur eine Pflanze ist, die man möglicherweise kultivieren und nutzbar machen könnte. Das, was da entsteht und nach und nach die gesamte Landmasse der Erde überwuchert, bildet die Grundlage für eine katastrophale Entwicklung: Kurze Phasen, in denen sich Chancen, der eigenen Vernichtung zu entkommen, in schneller Folge mit dramatischen und entsetzlichen Ereignissen abwechseln, bestimmen den weiteren Verlauf der Handlung. Dabei muss oft der Tod von Menschen in Kauf genommen werden, um andere zu retten. Der Leser muss sich von mehreren Figuren, die die Handlung des ersten Teils maßgeblich bestimmt haben, verabschieden.


Wie war's?

 

Die Ankunft der Schlange steht dem ersten Band Chlorophyll an Spannung in nichts nach, wobei das Tempo der Handlung noch zugenommen hat.
Während Chlorophyll ein Zukunftsszenario zeigte, das mit naturwissenschaftlichen Zusammenhängen vorstellbar und erklärbar ist, wirken diese Prozesse im zweiten Band jedoch mehrmals kaum nachvollziehbar. Der Schwerpunkt liegt dieses Mal in dem Versuch, die außerirdischen Invasoren aufzuhalten, um ein Weiterleben der Restbevölkerung auf der Erde zu ermöglichen. 

Irritierend war auch, dass ausgerechnet die Person, der die Menschheit ihre fast völlige Auslöschung zu verdanken hat, wie aus dem Nichts wieder auftaucht und mitten im Geschehen ist, als ob nichts gewesen sei.

Trotz dieser Einschränkungen gibt es für Die Ankunft der Schlange  eine Leseempfehlung, weil man als Leser sehr gut unterhalten wird und die Spannung fast durchgehend auf einem hohen Niveau bleibt. Das Ende des Buches deutet an, was M.J. Herberth bereits in einem Interview preisgegeben hat: Es wird noch einen weiteren Band geben.Ob dieser auch noch vom Leben auf der Erde handeln wird, weiß nur Herberth selbst.

Die Ankunft der Schlange ist im Selbstverlag erschienen und kostet als Taschenbuch 15,99 Euro sowie als E-Book 3,99 Euro. 

Freitag, 5. Juli 2019

# 204 - Eigenes und fremdes Erlebtes

Ferdinand von Schirach hat mit Kaffee und
Zigaretten ein Buch geschrieben, das ihn als Person deutlich stärker einbezieht als es bei seinen vorangegangenen Titeln der Fall war. Ich stelle hier das beim hörverlag erschienene Hörbuch vor, dessen gut dreieinhalb Stunden Spielzeit sich in 85 Abschnitte unterteilen. Das Hörbuch wurde von Lars Eidinger gelesen. 

In den ersten Abschnitten spricht von Schirach über sich selbst, tritt aber einen Schritt zurück und erzählt von seinem Leben, das in den ersten zwanzig Jahren von einigen Tiefs geprägt war, häufig in der 3. Person. Man erfährt von der Entfremdung zwischen ihm und seinem Vater, der ständig geschäftlich auf Reisen war und seinem Sohn Postkarten aus aller Welt in das von Jesuiten geleitete Internat im Schwarzwald schickte. Man erfährt auch von seiner besonderen Weise, die Welt um sich herum wahrzunehmen: Von Schirach ist Synästhet, Menschen wie er koppeln Wahrnehmungen im Gehirn falsch. Bei ihm äußert sich diese sehr seltene Eigenschaft so, dass er Musik und Personen mit Farben verbindet und diese sieht. Von Schirach erwähnt auch seinen Selbstmordversuch: Er war 15, sein Vater kurz zuvor verstorben. Der Versuch misslang, weil er zu betrunken war, um ihn "erfolgreich" auszuführen.

Doch dann wendet er sich von seiner Person ab und einem Kaleidoskop von Betrachtungen verschiedenster Art zu. Wie in Selbstgesprächen schreibt er über den Rechtsstaat und was ihn ausmacht. Er zeigt auf den Stammheim-Prozess gegen die RAF-Terroristen Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof, Andreas Baader und Jan-Carl Raspe und erwähnt insbesondere einen der Verteidiger, den späteren Bundesinnenminister Otto Schily. Über ihn, den er als herausragende Anwaltspersönlichkeit sieht, sagt von Schirach: "Das Argument des Rechtsstaates ist das Leitmotiv seines Lebens." 

Auch auf andere Richter, die im Buch namenlos bleiben, wird verwiesen. Einer von ihnen überlegt, wann er in die Situation kommen könnte, eine Sach- über eine Mehrheitsentscheidung zu stellen. Wie sollte er handeln, wenn es wieder eine Todesstrafe gäbe?

Ein weiterer roter Faden, der sich nicht nur durch dieses Buch zieht, ist der Vergleich des heutigen Rechtsstaates mit der Rechtsauffassung des Dritten Reichs. Er zitiert einen der damaligen Leitsätze: Was dem deutschen Volk schadet, wird verurteilt. Glücklicherweise geht es in der Rechtsprechung heute differenzierter zu.

Wie nebenbei flicht er die schleichende Beschneidung von Menschenrechten ein, die nicht nur von der Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland nahezu widerspruchslos hingenommen wird. Mal ist es der Daten- und Persönlichkeitsschutz, mal die Pressefreiheit.
Alle Episoden haben diesen sehr sachlichen, schnörkellosen Tonfall, der für von Schirachs Bücher typisch ist und die Werke des Autors so glaubwürdig macht.

Der Schlusssatz spiegelt seine Persönlichkeit, die von einer langjährigen Depression, geprägt ist, treffend wider: "Glück ist eine Farbe und immer nur ein Moment."

Wie war's?

Kaffee und Zigaretten ist eine andere Art von Buch als die bisherigen von Ferdinand von Schirach. Die einzelnen Episoden laden den Leser (oder Hörer) zum Mitdenken und Nachvollziehen der oft sehr kurzen Gedankengänge ein. Immer wieder werden kleine Anekdoten in die ernsthaften Überlegungen hineingestreut. Ein bisschen ist es dann so, als würde man darüber stolpern.
Der einzige Wermutstropfen ist hier leider der Vorleser. Ich hatte mich beim Hören von Der Fall Collini an die sonore und tragende Stimme von Burghart Klaußner gewöhnt. Lars Eidinger hat den Text weniger markant und akzentuiert vorgetragen, sodass ich mich manchmal dabei erwischt habe, dass meine Gedanken eigene Wege gingen.

Kaffee und Zigaretten kostet als gebundenes Buch sowie als Hörbuch (CD) 20 Euro, als E-Book 15,99 Euro und als Hörbuch-Download 13,95 Euro.

Freitag, 28. Juni 2019

# 203 - Ines Fox ist nicht zu bremsen

Die Hobbyermittlerin Ines Fox, die wegen ihrer
ungezügelten Neugier oft mehr oder weniger absichtlich  in gefährliche Situationen gerät, kennen alle, die ab und zu in der Bücherkiste vorbeischauen. Nun hat Christiane Kördel die junge Frau und ihren Freund, den angehenden Rechtsmediziner Dr. Marc Frieder, wieder in eine Handlung geschubst, in deren Verlauf alte Bekannte auftauchen. Seefimmel heißt das vierte Buch, das den eigentlich idyllischen Bodensee zu einem Kriminalitätsdrehkreuz werden lässt. 

Eine Frau sucht ihre Neffen, eine andere ihre Schwester

 

Aus dem Buch Seekoller ist Tante Inés hinlänglich bekannt. Jetzt taucht sie plötzlich bei Ines Fox auf und bittet sie, ihre beiden Neffen zu suchen. Ines und ihr Dr. Frieder haben daran kein gesteigertes Interesse: Die Männer sind Mitglieder der kubanisch-amerikanischen Mafia und haben besonders Ines im dritten Band in Miami das Leben schwer gemacht. Aber bevor sie sich dann doch auf den Weg zum Lago Maggiore machen, geraten sie auf dem Bodensee während einer Bootstour in ein Unwetter. Drei Kajakfahrer sind gekentert, nur zwei können gerettet werden. Die Umstände lassen zunächst auf einen Unfall schließen, doch auch hier kann Ines nicht aus ihrer Haut: Sie hakt auf eigene Faust nach und forscht im Leben der Toten und ihrer überlebenden Zwillingsschwester. Was die junge Frau und Dr. Frieder herausfinden, bringt den Witwer der tödlich Verunglückten zur Verzweiflung.

Auch die Suche nach Tante Inés' Neffen nimmt eine Wendung, die wohl niemand vorausgeahnt hatte, am wenigsten Tante Inés selbst. Harmlos wirkende Menschen entpuppen sich als bedrohliche Pistolenfans, und auch hier muss ein Mensch unfreiwillig sein Leben lassen.

Und als ob das nicht schon genug wäre, taucht Ines' Erzfeind getreu dem Motto "Totgeglaubte leben länger" wieder auf. An Langeweile mangelt es weder Ines Fox und Dr. Frieder noch den Lesern.

Wie war's?

 

Seefimmel folgt der Linie, die Christiane Kördel seit dem ersten Band Seezeichen 13 eingeschlagen hat. Ines Fox taucht immer dort auf, wo sich das Verbrechen im Schatten verkriechen will und bohrt da nach, wo es am meisten weh tut. Mit ihrer hibbeligen Art ist die Konstanzer Webdesignerin das genaue Gegenteil ihres norddeutschen Partners Marc Frieder, der in fast allen Lebenslagen in sich ruht und die Worte mit Bedacht wählt. Dieser Cosy-Krimi ist für alle, die sich ein paar spannende, aber dennoch entspannte Lesestunden wünschen, genau das Richtige.

Da einige Figuren eine Rolle spielen, die sich dem Leser nicht von selbst erschließen, ist das Lesen der vorangegangenen Krimis eine gute Idee:

Seefimmel ist im Selbstverlag erschienen und kostet als Taschenbuch 11,99 Euro sowie als E-Book 2,99 Euro.

Freitag, 21. Juni 2019

# 202 - Hier hält das Grauen Einzug

Tabea, Mark und ihre kleine sechs Monate alte
Tochter Amy sind eine glückliche Familie. Sie leben in Berlin-Zehlendorf in einem Haus zusammen mit Tabeas Eltern, haben aber dort ihre eigene Wohnung. Doch schon auf den ersten Seiten wird klar, dass Tabea dieses Glück nicht für stabil hält: Sie ist immer auf der Hut, dass ihr Mann dem Mädchen etwas antun könnte. So, wie Mark beschrieben wird, wirkt das zunächst völlig absurd, denn es ist offensichtlich, dass er das Kind liebt und sich gern um es kümmert. Dies ist der Einstieg in den Psychothriller Niemand stirbt allein von Martin Krist, der dafür bekannt ist, seine Leser nicht zu schonen.

Man ahnt bald, dass hinter Tabeas latenter Sorge ein handfester Grund stecken könnte: In einem Gespräch mit ihrem Vater bekräftigt dieser, dass weder er selbst noch Tabeas Mutter oder ihre Schwester Theresa Mark vertrauen. Offenbar nicht zum ersten Mal fühlt sich Tabea in die Enge getrieben und verteidigt ihren Mann gegen dieses Misstrauen, obwohl sie dabei kein gutes Gefühl hat. Es ist die Rede von einer Therapie, die Mark nach Ansicht seines Arztes sehr geholfen haben soll. Doch es scheint niemand in der Familie, einschließlich Tabea, den Auslöser für Marks Erkrankung zu kennen, die diese Therapie nötig gemacht hat. 

Nur Minuten nach dem Gespräch zwischen Vater und Tochter kommt es zum Schlimmsten: Als Tabea die Wohnung betritt, hört sie, wie Mark seiner Tochter etwas vorsingt, doch schon als sie das Kinderzimmer betritt, sieht er sie an und greift mit den Worten "Jetzt wird deine Familie sterben" zu einer bereitliegenden Pistole. Es gelingt Tabea, zu fliehen und sich und ihre Tochter zu retten. Doch von allen, von denen sie sich Hilfe erhofft, fühlt sie sich verraten: Theresa will sie davon abbringen, sich an die Polizei zu wenden, und die Polizei beginnt, nach ihr, Tabea, zu fahnden. Doch dann bekommt sie von unerwarteter Seite Unterstützung: Ihr Jugendfreund Jonas, zu dem Tabea schon seit langer Zeit keinen Kontakt mehr hatte, findet sie in ihrem alten Versteck, das früher ihr geheimer Treffpunkt war. Wird nun alles gut?


Wie war's?


Martin Krist beschreibt sehr genau die Verzweiflung, die Tabea ununterbrochen durchlebt. Kaum hat sie ein bisschen Hoffnung, der für sie und ihre Tochter unerträglichen Situation zu entkommen, folgt der nächste Rückschlag. Krist greift in seinem Buch ein Thema auf, über das bereits oft diskutiert wurde und um das es eine grundsätzliche Einigkeit gibt, dass hier viel mehr getan werden müsste. Leider passiert das bislang nicht im nötigen Umfang. Worum es dabei genau geht, soll hier nicht näher erläutert werden.

Niemand stirbt allein ist Ende Mai 2019 erschienen und kostet als Tolino-E-Book 3,99 Euro und als Taschenbuch 9,99 Euro.

Montag, 17. Juni 2019

# 201 - (Familien-)Leben in der ČSSR und Tschechien

Heute scheint es, als wäre nichts geschehen heißt der neueste Roman des tschechischen Autors Vratislav Maňák. Im Mittelpunkt steht der junge Lehrer Ondřej Šmid, der aus Pilsen stammt und in Prag arbeitet. Anlässlich des 80. Geburtstags seines Opas reist er zu seinen Eltern. Seine Erwartungen an eine beschauliche Aus-Zeit in seiner Heimatstadt werden schnell getrübt: Er wird immer wieder an das unschöne Ende der langjährigen Beziehung mit der Zeitungsreporterin Maria, das er gerade verarbeitet, erinnert und mit einem Familiengeheimnis konfrontiert, von dem es ihm lieber gewesen wäre, es nicht zu wissen. Die Offenbarung dieses Geheimnisses weckt in ihm lange in seinem Gehirn verschüttete Kindheitserinnerungen, die erst jetzt nach so langer Zeit einen Sinn ergeben. 

Mit den Geheimnissen ist es damit jedoch noch nicht vorbei. Ondřejs Mutter Renata vermutet, dass der Vater etwas vor ihr verheimlicht. Sie soll damit Recht behalten, aber es ist etwas völlig anderes, als sie dachte. Das Leben der Familie, insbesondere der Eltern, muss nun auf neue Füße gestellt werden.

Wie Ondřej nach und nach erfährt, werden in seiner Familie noch mehr Geheimnisse gehütet, die im Laufe seines Besuchs ans Licht kommen: Opa verbirgt vor seiner Frau, dass er hinter ihrem Rücken die Ge- und Verbote des Arztes hintertreibt, der Onkel hat sein Vermögen auf ungeraden und illegalen Wegen gemacht... Die Fassade einer heil geglaubten Welt bekommt Risse.

Doch Maňák belässt es nicht bei der Geschichte der Familie Šmid. Immer wieder werden Interviews mit Zeitzeugen des sogenannten 'Pilsener Juni', einem Aufstand der Arbeiter des ŠKODA-Werkes, der am 31. Mai 1953 begann und der Auftakt weiterer Aufstände im Ostblock gegen die kommunistischen Diktaturen war, eingestreut. Anlass für die Demonstrationen und Streiks, die nicht nur in Pilsen, sondern auch in anderen Städten der Tschechoslowakei stattfanden, war eine für die Bevölkerung überraschend verkündete Währungsreform, die die Ersparnisse und sogar den gerade in tschechoslowakischen Kronen ausgezahlten Lohn auf einen Schlag praktisch wertlos machte. Diese Interviews hatte Ondřej im Rahmen seiner Diplomarbeit in seinem letzten Hochschuljahr geführt und auf Tonkassetten aufgezeichnet. Die Erinnerungen der alten Menschen und seine eigenen ergeben zusammen ein Bild der Geschichte der ČSSR und Tschechiens, so wie die Elemente des Rubik's Cube, der auf dem Buchcover zu sehen ist.

Wie war's?

 

Heute scheint es, als wäre nichts geschehen ist ein Roman für anspruchsvolle Leser. Er wechselt zwischen der Perspektive eines neutralen Beobachters, wird dann in Ich-Form aus der Sicht Ondřejs fortgesetzt und bezieht die Äußerungen der interviewten Zeitzeugen ein. Maňák schafft eine leicht melancholische Atmosphäre, die dabei hilft, sich in die einzelnen Personen hineinzuversetzen. Dies ist ein Buch, das mir gerade wegen seines sehr eigenen Stils gut gefallen hat.

Heute scheint es, als wäre nichts geschehen wurde 2017 für den Europäischen Literaraturpreis nominiert.

Der Roman ist im Februar 2019 im Karl Rauch Verlag erschienen und kostet 24,-- Euro (mit Fadenheftung gebunden, Lesebändchen, strukturierter Einband).


Von Vratislav Maňák habe ich bereits das Buch Der Mann in der Uhr vorgestellt.

Samstag, 15. Juni 2019

Konfetti, Konfetti: Die Bücherkiste wird schon 4!

Heute vor vier Jahren habe ich den ersten Text für
Inas Bücherkiste hochgeladen. Er steckte voller Zweifel: Kann ich das überhaupt? Das liest doch kein Schwein! Letzteres hat sich bewahrheitet: Ich konnte bislang kein Schwein davon überzeugen, sich für meine Beiträge zu interessieren. Und dabei habe ich alles versucht: Ich habe einem Dutzend Schweinen meine Texte vorgelesen, sie durften sogar vorschlagen, über welches Buch ich als nächstes schreiben soll. Leider war ihre Aussprache so undeutlich, dass ich sie nicht verstanden habe. Na ja, macht nix. Immerhin haben sich im Laufe der Jahre ein paar Menschen hier eingefunden und dann und wann sogar Rezensionen kommentiert. Kurz: Ich bin sehr zufrieden und habe nach wie vor Freude daran, zu schreiben, wie ich das eine oder andere Buch finde.

Ein Blog ist "lebendiger", als ich mir das zu Anfang vorgestellt hatte. Es bleibt nicht dabei, Bücher zu lesen und über sie zu schreiben. Wenn man am Ball bleibt, entwickeln sich viele neue Kontakte - sehr schöne und oft hilfreiche, aber leider auch solche, auf die man gut hätte verzichten können. Mehrmals wurden meine Texte kopiert: einmal Wort für Wort, ein anderes Mal leicht verändert. Die Bloggerin, die damals abgeschrieben hatte, hat ihren Blog mittlerweile geschlossen. Fast dreieinhalb Jahre ist das jetzt her, die Bücherkiste war also noch jung. Ich war gelinde gesagt erstaunt, dass ich nach so kurzer Zeit schon kopiert wurde. Aber glücklicherweise überwiegen die schönen Kontakte: die zu meinen Blog-Lesern, anderen Buchbloggern, Autoren und auch Verlagen. 

Die Datenschutzgrundverordnung, die seit dem 25. Mai 2018 in Kraft ist, hat unter den Bloggern gerade in den ersten Monaten für viel Aufregung gesorgt. Eine ganze Menge Blogger haben seitdem beschlossen, sich zurückzuziehen. Die Sorge, Opfer von dubiosen, raffgierigen Abmahnanwälten zu werden, war meistens der Auslöser, mit dem Schreiben im Internet aufzuhören. Das ist sehr schade, weil das zulasten der Vielfalt geschah, aber oft war es meiner Meinung nach zu voreilig.

Ich werde, wenn nicht irgendetwas Unvorhergesehenes passiert, im Oktober wieder zur Frankfurter Buchmesse fahren. Es wäre toll, wenn sich dort wieder Treffen mit Gleichgesinnten ergeben würden. Ohne Inas Bücherkiste gäbe es sie nicht. Liebe Leserinnen und Leser, bleibt mir auch bis zum nächsten Bücherkisten-Geburtstag gewogen.
Ich wünsche euch viel Spaß mit dem, was ihr hier in der nächsten Zeit lesen werdet. 😃

  
                              
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