Freitag, 20. April 2018

# 145 - Auf einer Hallig hat man seine Ruhe...

Ja, seine ewige Ruhe!

 

Mord auf der Hallig ist der neueste Nordseekrimi
von Ulrike Busch, in dem, wie es sich für einen "ordentlichen" Krimi gehört, Menschen aus niederen Beweggründen anderen Menschen nach ihrem Leben trachten. Kurz: Sie morden. Diesmal wird die Idylle der Hallig Langeneß getrübt und treibt die Polizei für ihre Ermittlungen auf die Warften.

Déjà-vu für Kriminalhauptkommissar Kuno Knudsen

 

Mord auf der Hallig ist der vierte Fall der Reihe "Ein Fall für die Kripo Wattenmeer". Der erste, Der Pfauenfedernmord, wurde hier bereits vorgestellt. Kuno Knudsen und sein Kollege Arne Zander von der Kripo Wattenmeer haben ein paar Tage Urlaub und wollen sich auf der Hallig Langeneß einfach nur erholen. Doch dann wird nach einer Nacht, während der eine heftige Sturmflut getobt hat, die Naturschützerin Beeke Klock tot in einer Bucht gefunden, kurz danach auch ihr Fahrrad. Knudsen und Zander beginnen mit ihren Ermittlungen, die sich auch wegen der norddeutschen Zurückhaltung der Halligbewohner ziemlich schwierig gestalten. Die Kriminalbeamten erfahren von einer Informationsveranstaltung, die am Vorabend im Forschungsinstitut "Nordfriesische Halligen" stattgefunden hatte, dessen Gründerin eben jene Frau Klock ist, die nun leblos im Sand von Langeneß liegt. Es drehte sich um ein aufwendiges Warftenzukunftsprogramm, das von der verantwortlichen Mitarbeiterin des Landesamts für Küstenschutz, Britta Tjaden, vorgestellt worden war. Britta stammt selbst von Langeneß, sodass man hätte meinen können, dass sie bei ihren früheren Nachbarn auf offene Ohren gestoßen war. Doch das Gegenteil war der Fall: Dem Grundanliegen, die Warften zu erhöhen und die Häuser darauf auch für die nächsten Jahrzehnte hochwassersicher zu machen, stimmten die Bewohner grundsätzlich zu. Aber der Teufel lag auch hier im Detail: Das Land Schleswig-Holstein wollte lediglich die Erhöhungen bezahlen, für die Abriss- und Wiederaufbaukosten ihrer Häuser sollten die Halligbewohner selbst aufkommen. Als ob diese Zumutung nicht schon reichen würde, wurden den Einheimischen die Entwürfe der Architektin Babsi Manhardt, wie ihre neuen Häuser aussehen sollten, vorgestellt: Keine mit Reet gedeckten roten Backsteinhäuser, wie sie für die Nordseeküste typisch sind, sondern Flachdachgebäude mit großen Glasfenstern. Die Volksseele im Saal brodelte so laut wie das Meer um die Hallig.

Das Leben auf Langeneß kann ungesund sein...

 

Etwa zeitgleich mit dem Fund der Leiche von Beeke Klock wird das spurlose Verschwinden von Britta Tjaden bekannt. Erste Mutmaßungen machen die Runde: Ist sie für Beekes Tod verantwortlich, weil sich die Naturschützerin vehement gegen Brittas Projekt ausgesprochen hatte? Aber wie hätte Britta Langeneß dann verlassen sollen? Klar ist nur: Sie ist kurz nach dem Ende der Informationsveranstaltung noch per Fahrrad auf der Hallig unterwegs gewesen, um Fotos von deren Zustand vor der Sturmflut zu machen. Ihre Schwester Tilda hatte ihr wegen des immer stärkeren Windes davon abgeraten, aber Beeke hatte das Risiko auf sich genommen. 
Tilda meldet ihre Schwester jedoch erst am Morgen nach dem Unwetter als vermisst, ihre persönliche Betroffenheit hält sich in Grenzen. Auch Brittas Ehemann Paul, der telefonisch von der Polizei über das Verschwinden seiner Frau informiert wird, ist eher mäßig besorgt. Doch das Rätselraten dauert nur kurz: Im Deichvorland von Pellworm wird eine Frauenleiche angespült. Nach kurzer Zeit steht fest, dass es sich um die Vermisste handelt. Hat ihr Ehemann, der sich als spielsüchtiger und hoch verschuldeter, aber leider erfolgloser Unternehmensberater entpuppt, etwas mit ihrem Tod zu tun? Und was macht dieser Tourist Mario Meier eigentlich wirklich auf der Hallig? Sucht er tatsächlich nach seltenen Pflanzen und Tieren oder treibt ihn etwas anderes nach Langeneß? 
Die Liste der Verdächtigen wird immer länger, aber nach und nach kommen immer mehr Sachverhalte ans Licht, die Zweifel an Britta Tjadens Integrität aufkommen lassen: Hat die Landesbedienstete tatsächlich Bestechungsgelder von einem wohlhabenden Halligbewohner entgegengenommen, wie es Babsi Manhardt gesehen haben will? Oder war alles doch ganz anders?
Kuno Knudsen und Arne Zander haben alle Hände voll zu tun, die beiden Todesfälle aufzuklären. Doch Knudsen ist noch nicht fertig mit Langeneß: Vor sieben Jahren schaffte er es nicht, die Gründe für das Verschwinden einer jungen Dänin zu ermitteln. Wird es ihm jetzt gelingen?

Wie war's?

 

Mit Mord auf der Hallig gelingt es Ulrike Busch, ihren Lesern nicht nur einen spannenden Krimi zu präsentieren, sondern sie auf authentische Weise an die Nordsee zu entführen und ihnen das Leben und Wesen der Halligbewohner nahezubringen. Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben und lässt sich flott lesen. Die Autorin nimmt auf ein aktuelles Thema Bezug, mit dem sich die Halligbewohner und die zuständigen Behörden beschäftigen: Das Ansteigen der Meeresspiegel und die Häufung von schweren Sturmfluten zwingt zum Handeln, Aufwarftungen haben bereits stattgefunden und weitere werden folgen. Auf der Seite Biospäre Die Halligen gibt es weitere Informationen hierzu.

Mord auf der Hallig wurde über Books on Demand Norderstedt herausgegeben und kostet als Taschenbuch 9,99 Euro sowie als epub- oder Kindle-Edition 3,99 Euro. 

Freitag, 13. April 2018

# 144 - Doppelagent ohne Heimat

"Ich will zeigen, wie der Westen den Krieg erzählt"

 

Dieses Zitat stammt von Viet Thanh Nguyen, der mit seinem Roman Der Sympatisant einen neuen Blick auf das Geschehen im Vietnamkrieg geschaffen hat. Der Autor stammt aus Vietnam und floh 1975 im Alter von vier Jahren kurz vor dem Fall Saigons mit seinen Eltern in die USA. Sein Buch ist der Versuch, den Vietnamkrieg aus einer nicht-amerikanischen Perspektive zu beschreiben. Das ist sowohl in der Literatur als auch beim Film eine große Ausnahme. Viet Thanh Nguyen erhielt dafür 2016 den Pulitzerpreis und den Edgar Allan Poe Award.


Wohin gehöre ich?

 

Der namenlose Erzähler in diesem Roman ist als Hauptmann die rechte Hand eines südvietnamesischen Generals und kann mit ihm und dessen Frau in letzter Minute aus Saigon in die USA fliehen, bevor der Vietcong die Hauptstadt einnimmt. Dem General ist nicht klar, dass sein Adjutant ein kommunistischer Spion des Vietcong ist, der seine verschlüsselten Aufzeichnungen regelmäßig an eine Kontaktperson in Europa schickt. Der Erzähler hält sich auch in den USA immer in der Nähe des Generals auf und empfindet sein Leben in Kalifornien als zwiespältig: "Die Mehrheit der Amerikaner begegnete uns mit gemischten Gefühlen, wenn nicht sogar mit unverhohlener Abneigung, da wir die personifizierte Erinnerung an ihre schmerzhafte Niederlage waren." So erklärt sich auch, dass sich die Mehrheit der Exil-Vietnamesen auf einem niedrigen sozialen Niveau einrichten muss: Der früher geachtete General eröffnet einen Schnapsladen, andere Landsleute gehen putzen oder arbeiten als Tankwart. 

Das ganze Leben des Mannes ist geprägt von Zerrissenheit. Er ist als Sohn einer Vietnamesin und eines französischen Missionars in Südvietnam geboren worden, was zur ersten Ausgrenzung in seinem Leben führte: Er sah nun mal nicht aus wie ein richtiger Vietnamese. Da er als junger Mann in den USA studiert hatte, wurde ihm bei seiner Rückkehr in die Heimat von den Kommunisten Misstrauen entgegengebracht: War er nicht viel zu westlich, um einer der ihren zu sein? 
Der ehemalige Hauptmann hat in seiner Zeit in Kalifornien das Glück, als früherer Student einen Aushilfsjob an seiner ehemaligen Universität am Institut für Orientalistik zu bekommen. Während dieser Zeit wird er auch Berater für einen Film, der sich mit dem Vietnamkrieg beschäftigt. Sein Ziel ist es, die Situation auch aus der Sicht des vietnamesischen Volks zu erklären und ein Stück weit von der amerikanisch geprägten Sichtweise abzurücken. Er widmet sich dieser Aufgabe mit vollem Einsatz, muss dann aber feststellen, dass seine berechtigten Einwände nicht berücksichtigt wurden und sein Name trotz seines intensiven Mitarbeit nicht den Sprung in den Abspann schaffte, wo sogar ein Hund aufgeführt wurde. Die Parallelen zu Francis Ford Coppola und dem bekannten Film "Apocalypse Now" sind da nicht zu übersehen.
Später dann, als der Erzähler nach Südvietnam zurückkehrt, begleitet er eine revanchistische Gruppe dabei, über Laos in das Vereinte Vietnam einzudringen, wo sie dem Widerstand gegen das neue Regime Nahrung geben soll. Dieser Auftrag ist ein gefährliches Himmelfahrtskommando, das die Gruppe zum Teil in den Tod führt. Die Überlebenden werden in ein entlegenes Lager des Vietcong gebracht, wo der Erzähler gefoltert wird, obwohl er die Aktion an den Vietcong verraten hat. Man erwartet von ihm, dass er seine wahre Gesinnung bekennt und ein Geständnis aufschreibt, dass er vom Westen infiziert worden sei. Er weigert sich jedoch, Klischees zu formulieren und wird nach einem Jahr Einzelhaft fast zu Tode gefoltert.

Wie war's?

 

Der Sympathisant schafft es, das Geschehen rund um den Vietnamkrieg mit all seinen Gräueltaten auf amerikanischer und vietnamesischer Seite neu aufzurollen. Viet Thanh Nguyen schildert, wie sein Erzähler zwar unter seinem Doppelleben leidet, sich aber auch nicht klar für eine Lebenswelt entscheiden kann. Interessant sind dabei die Parallelen zu einem vietnamesischen Doppelagenten, der in der Zeit des Vietnamkriegs in den USA als Reporter für die Nachrichtenagentur Reuter und die TIME arbeitete und nach Feierabend Berichte nach Hanoi schickte: Pham Xuan An hatte Kontakte, die bis in die höchsten Kreise des südvietnamesischen Militärs sowie der US-Armee und dem CIA reichten, ohne dass jemand von seiner geheimen Arbeit für die Befreiungsarmee wusste. Er starb 2006.
Der Sympathisant ist ein sehr vielschichtiger und anspruchsvoller Roman, der viele Themen aufgreift und auch da, wo es ans "Eingemachte" geht, kein Blatt vor den Mund nimmt. 

Der Sympathisant ist im Blessing Verlag erschienen und kostet als gebundene Ausgabe 24,99 Euro sowie als epub- oder Kindle-Edition 19,99 Euro. Das Buch wurde mir vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt, wofür ich mich herzlich bedanke. 

Wer noch mehr über das Thema lesen möchte, dem empfehle ich dieses Buch: Vietnam - Gesichter und Schicksale von Anna Mudry. Die DDR-Journalistin ist zwischen den Vietnamkriegen in das Land gereist und schildert ihre Eindrücke.

 

Freitag, 6. April 2018

# 143 - Heile Welt im Kinderzimmer?

Das schlimmste Unglück, das sich Eltern vorstellen können




Dann schlaf auch du von der französisch-marokkanischen Schriftstellerin Leïla Slimani ist überwiegend in der Rue d'Hauteville im 10. Arondissement von Paris angesiedelt. Das Ehepaar Paul und Myriam Massé lebt dort mit seiner kleinen Tochter Mila und dem Sohn Adam, der noch ein Baby ist. Das Buch beginnt mit dem Schlimmsten: Während die Eltern bei der Arbeit sind, werden die Kinder Adam und Mila von ihrem Kindermädchen Louise so schwer mit einem Sushi-Messer attackiert, dass Adam noch in der Wohnung und seine Schwester im Krankenhaus stirbt. Das Kindermädchen versucht, sich in der Badewanne durch das Aufschneiden der Pulsadern umzubringen, wird aber lebend ins Krankenhaus gebracht, wo sie ins Koma fällt.

Wie bekommt man sein Leben mit Kindern in den Griff?


Die Probleme beginnen für Myriam nach der Geburt von Adam: Alles ist mit zwei Kindern mühsamer, die junge Mutter vermisst Ruhe und Freizeit sowie anregende Gespräche, die sich mal nicht immer nur um den Nachwuchs drehen, und trauert nach ihrem entbehrungsreichen Jurastudium den verpassten Jobchancen hinterher. Ihr Mann ist ein aufstrebender Musikproduzent, hat reichlich Abwechslung, aber für Myriams Befindlichkeiten nur begrenzt Verständnis.  Als sie sich immer mehr sozial isoliert und ihr ihre Unzufriedenheit auch durch äußerliche Nachlässigkeit anzusehen ist, trifft sie zufällig ihren ehemaligen Kommilitonen Pascal auf der Straße. Diese Begegnung lässt sie die Kluft zwischen ihrem jetzigen und dem Leben, das sie ohne ihre Kinder hätte führen können, noch deutlicher spüren. Ihre Verzweiflung ist so groß, dass sie zusammen mit ihrem Mann nach einer Möglichkeit sucht, die Kinder tagsüber zuverlässig betreuen zu lassen. Der Zeitpunkt für eine Unterbringung in einer Krippe ist ungünstig, deshalb entscheiden sie sich, nach einem Kindermädchen zu suchen. 
Doch Myriam fühlt auch den Zwiespalt, den ihre Entscheidung mit sich bringt: Sie hat ihre Kinder von ihrem ersten Atemzug an ununterbrochen um sich gehabt, sie allein fühlt zuverlässig, wie es ihnen geht. Die junge Mutter ist davon überzeugt, dass niemand so gut auf Mila und Adam aufpassen kann wie sie.

Paul und Myriam bitten mehrere Bewerberinnen zu einem Vortsellungsgespräch. Auch Louise ist eingeladen, die sofort einen sehr guten Eindruck hinterlässt: Mila ist ihr gegenüber völlig unbefangen, und Louise wirkt selbstsicher und in sich ruhend. Sie kann mit Referenzen aufwarten: Ihre früheren Arbeitgeber loben sie in den höchsten Tönen. Louise bekommt die Stelle.

Man kann in niemanden hineinsehen


Slimani baut die Handlung so geschickt auf, dass die Spannung nie verloren geht, obwohl der grausige Höhepunkt von Beginn an bekannt ist. Sie schildert das trostlose Leben von Louise, die einige Jahre zuvor Witwe geworden ist. Ihr Mann war primitiv und grob; die Ehe als freudlos zu bezeichnen, wäre noch geschmeichelt. Ihre heute erwachsene Tochter hat als Jugendliche gegen ihre Eltern und das triste Zuhause rebelliert und ist als Teenager plötzlich verschwunden. Louise hat ihr Verschwinden nie bei der Polizei gemeldet, ihr Kind nie gesucht und nur über die nachbarschaftliche Gerüchteküche erfahren, in welcher Gegend Frankreichs  sich ihre Tochter aufhält. Nach dem Tod ihres Mannes erbt sie dessen Schulden und muss aus dem bescheidenen Eigenheim in eine verrottete Mietwohnung in einem schlechten Pariser Viertel ziehen. Ihre Sozialkontakte beschränken sich seit ihrer Einstellung bei der Familie Massé auf sie und eine andere Nanny, die sie durch die regelmäßigen Besuche des nahen Spielplatzes kennt.

Bei den zunächst seltenen Begegnungen bemerkt Myriam, dass sich Louise nicht immer so benimmt, wie man es von einer Erwachsenen erwarten würde. Indianerspiele spielt sie mit ihren beiden Schützlingen mit einer so großen Ernsthaftigkeit und Intensität, die sonst nur für Kinder typisch ist. Für die Eltern bleibet noch unbemerkt, dass ihr Kindermädchen mit Adam und Mila auch eigentlich harmlose Spiele in für die Kinder beängstigende Szenarien verwandelt, bei denen die beiden regelmäßig in Tränen ausbrechen und völlig verzweifelt sind. Hier ahnt der Leser, dass mit Louise irgendetwas nicht stimmen kann.
Das, was Paul und Myriam an Louise schätzen, ist ihre unbedingte Zuverlässigkeit und grenzenlose Flexibilität: Es ist für sie kein Problem, mehrnals pro Woche auch am späten Abend auf die Kinder aufzupassen, wenn ihre Arbeitgeber mal etwas allein unternehmen wollen. Sie begleitet die Familie sogar in den Urlaub nach Griechenland. Louise sickert nach und nach förmlich in die Familie ein und macht sich unentbehrlich. Je mehr dieser Prozess voranschreitet, desto mehr versucht sie jedoch auch, die Eltern zu beeinflussen. Es ist ihr da bereits gelungen, die beden Kinder zu manipulieren. Doch je deutlicher ihre Bemühungen in dieser Richtung sind, umso stärker versucht sich insbesondere Myriam gegen sie abzugrenzen. Sie spürt ihr eigenes Unbehagen ihrer Angestellten gegenüber und möchte mit ihr so wenig wie möglich in einem Raum sein. Andererseits ist sie sich aber deutlich bewusst, dass sie und Paul Louise brauchen, wenn sie weiterhin beide in ihren Berufen erfolgreich sein wollen. Ein ums andere Mal schieben Paul und Myriam ihre Bedenken beiseite. Auch dann, als es zwischen Paul und Louise nach einem Vorfall um Mila zu einer handfesten Auseinandersetzung kommt und sich die Eltern mehr und mehr über Louises Art ärgern. Durch einen Zufall efahren Paul und Myriam, dass ihr Kindermädchen wegen Forderungen der Finanzbehörde in ernsten finanziellen Schwierigkeiten steckt und fordern sie auf, diese zu regeln. Dass Louise so sehr in der Klemme steckt, dass sie nicht mal mehr ihre marode Unterkunft bezahlen kann, ahnen sie nicht. Auch nicht, dass ein Arzt eines nahen Krankenhauses ihr einmal eine "delirierende Melancholie" diagnostiziert hatte. Immer, wenn Myriam sich über einzelne Reaktionen oder Varhaltensesien Louises wundert, schiebt sie ihr ungutes Gefühl beiseite und macht sich selbst Vorwürfe, dass sie sich der Nanny gegenüber nicht sensibel genaug verhält. Der Umstand, dass sich die Massés und ihre Angestellte in zwei sehr unterschiedlichen sozialen Schichten befinden, wird im Laufe der Handlung allen Beteiligten mit einer immer bedrückenderen Klarheit bewusst. Doch dass die Nanny ihre Pflichten der Familie gegenüber grob vernachlässigt und immer stärker von ihrem psychisch desolaten Zustand in einem Klammergriff gehalten wird, ahnen weder Paul noch Myriam. Louise verändert sich von einem den Kindern zugewandten Menschen zu einem Monster. 

Wie war's?

 

Dann schlaf auch du schafft das Kunststück, dass man das Buch bis zum Schluss nicht zur Seite legen mag, obwohl das schreckliche Finale bekannt ist. Bis zur letzten Seite wollen etliche Fragen, die sich dem Leser zwangsläufig stellen, beantwortet werden: Wann überwinden die Eltern endlich ihre Zweifel? Wie konnte es so weit kommen, dass Louise sich an den hilf- und arglosen Kindern vergreift, die ihr vertrauen? Für diesen Roman wurde Leïla Slimani mit dem höchsten Literaturpreis Frankreichs, dem Prix Goncourt, ausgezeichnet. Ich finde, verdient.

Dann schlaf auch du ist im Luchterhand Verlag erschienen und kostet als gebundenes Buch 20 Euro, als epub- oder Kindle-Edition 15,99 Euro, als Hörbuch 12,99 Euro und als Audio-CD 12,62 Euro.

Donnerstag, 29. März 2018

# 142 - Der Weg zum kreativen Schreiben

Kann man kreatives Schreiben lernen?

 

Wer schon eine ganze Weile im stillen Kämmerlein seine Texte schreibt, kennt das wahrscheinlich: Das, was man da aufs Papier oder auf den Bildschirm bringt, ist ganz nett, aber man merkt, dass man im Grunde auf der Stelle tritt. Der Schreibstil entwickelt sich nicht weiter, die Ideenfindung gleicht dem Blick in einen leeren Eimer. Aber einen Schreibkurs zu besuchen, ist nicht Jedermanns Geschmack. Für alle Schreiber, die am eigenen Schreibtisch einen Schubs haben möchten, ist Mit dem Schreiben anfangen. von Hanns-Josef Ortheil genau das richtige Buch.

Wie klappt der Sprung vom Hobby- zum Profischreiber?

 

Ortheil hat sein Buch in fünf Kapitel aufgeteilt, in denen er seinen Lesern nach und nach zeigt, wie es mit dem Schreiben immer besser klappen kann. Er beginnt mit Tipps, die sich mit dem Schreibtisch und den Schreibegeräten beschäftigen und fährt mit den verschiedensten Schreibprojekten fort, die sich im Verlauf des Buches steigern. Er hebt dabei nicht belehrend den Zeigefinger, sondern gibt Hinweise und zeigt Möglichkeiten auf, wie man sich dem kreativen Schreiben Stück für Stück nähern kann. Ortheil erläutert das Wie und Warum seiner Übungen in einem lockeren Plauderton, sodass man Lust bekommt, sofort mit seinen Vorschlägen zu beginnen. Aber wie beim Sprachenlernen oder in der Musik ist es auch mit dem Schreiben: Am Ball zu bleiben und sich täglich Zeit dafür zu nehmen sind die Grundvoraussetzungen, tatsächlich Erfolge zu haben und sich weiterzuentwickeln.
Ortheil bietet insgesamt 25 Textprojekte und Schreibaufgaben an, die die Grundlage für eigene Projekte oder sogar Bücher sein können. In seiner Nachbetrachtung beschreibt er, worauf beim einfachen Anfangen mit einem Text, bei der Wahl eines Erzählers oder bei der Konstruktion der Figuren geachtet werden sollte. 

Lesen?

 

Mit dem Schreiben anfangen. richtet sich an alle, die gern schreiben und ihren Stil verbessern wollen, sich Tipps zur Ideenfindung und zum Aufbau ihrer Geschichte oder ihres Romans wünschen oder einfach einen roten Faden suchen, an dem sie sich entlanghangeln können. Ein Buch, das sich nicht nur an Schreibanfänger richtet, sondern auch an Menschen, die bereits über einige Schreiberfahrung verfügen.
Hanns-Josef Ortheil ist Schriftsteller, Germanist und Professor am Institut für Literarisches Schreiben & Literaturwissenschaft der Universität Hildesheim. Die lange Liste seiner Veröffentlichungen bürgt für reichlich Expertise auf diesem Gebiet.

Mit dem Schreiben anfangen. ist 2017 im Dudenverlag Berlin in der Reihe Kreatives Schreiben erschienen. Das gebundene Buch mit Lesebändchen kostet 14,95 Euro. 
Ich bedanke mich bei der Agentur Literaturtest, die mir das Buch zur Verfügung gestellt hat. 

Freitag, 23. März 2018

# 141 - Witzig und nachdenklich: Ein Leben zwischen Schauspielschule und Alkoholismus

So ungewöhnlich, dass es einfach wahr sein muss

 

Joachim Meyerhoff fährt nach Alle Toten fliegen hoch - Amerika und Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war mit Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke fort, über sein Leben zu schreiben. In diesem dritten Teil ist er aus seinem Auslandsjahr in den USA zurück und muss sich mit zwanzig überlegen, was er mit seinem Leben anfangen will. Eher halbherzig bewirbt er sich bei der renommierten Otto Falckenberg Schule in München um einen Platz als Schauspielstudent, hängt aber gleichzeitig der romantischen Idee nach, zunächst eine Zivildienststelle im Münchener Klinikum rechts der Isar zu beginnen: ein bisschen Schwimmunterricht für kranke Kinder geben und die Freuden genießen, die das Leben im Schwesternwohnheim als junger Mann so mit sich bringt. Doch es kommt anders.

Ein Leben in zwei Welten

 

Obwohl sich Mayerhoff nicht als künftigen Schauspieler sieht, nimmt er an den Aufnahmeprüfungen der Otto Falckenberg Schule teil. Es werden fürs Vorsprechen drei Rollen erwartet, er kann nur eine vortragen und die auch nur stockend. Er wird wider Erwarten angenommen und zieht mangels Alternativen bei seinen Großeltern ein. Seine Großmutter ist eine frühere Schauspielerin und ehemalige Lehrerin an der Schauspielschule ihres Enkels, die viele divenhafte Allüren hat. Meyerhoffs Großvater ist ein emeritierter Philosophieprofessor, angesichts dessen Bildung sich auch der erwachsene Joachim ziemlich klein fühlt. Dieses Paar bewohnt eine alte Villa im vornehmen Stadtteil Nymphenburg, die mit Möbeln und Dekorationen ausgestattet ist, die das gemeinsame jahrzehntelange Leben förmlich atmen. Seit langer Zeit halten sich die Großeltern an einen strikten Tagesablauf, der mit zwei Gläschen Champagner zum Frühstück beginnt und mit Cointreau am Abend endet. Dazwischen hat der Tag drei weitere Gründe, etwas Belebendes zu sich zu nehmen, irgendwann wird sogar direkt nach dem Aufstehen mit Enzianschnaps gegurgelt. Für die Gesundheit, versteht sich. Der Enkel Joachim wird im rosa Zimmer einquartiert, das sich ebenfalls so lange nicht verändert hat, wie er zurückdenken kann. Sein Versuch, den Rosaanteil des Raums zu reduzieren, wird dann auch sofort unterbunden. Das Leben Meyerhoffs bei seinen Großeltern ist wie in einem Kokon: Sie sind in ihrer eigenen Welt, egal, was draußen vor ihrer Tür passiert.

Da ist die Schauspielschule schon etwas ganz anderes. Der Schüler Meyerhoff wird mit den unterschiedlichsten Menschen konfrontiert und muss sich Dingen zuwenden, von denen er bislang keine Ahnung hatte. Doch er schafft nur, sich im Aikido zu behaupten. In allen anderen für das Theater typischen Fächern scheitert er. Sein größtes Problem ist dabei, sich zu öffnen und etwas von seiner Persönlichkeit in die Darstellung der geforderten Charaktere zu legen. Als jedoch Kostüme aus dem Fundus der Münchener Kammerspiele für einen wohltätigen Zweck versteigert werden sollen, hat er auf dem Laufsteg in einem langen Glitzerkleid und High Heels seinen großen Auftritt. Doch im Grunde will er nur eines: auf der Bühne stehen, ohne gesehen zu werden.

Der Schatten auf seiner Seele

 

Meyerhoff wird klar, dass sein Verhalten und sein Gefühl, ein Getriebener zu sein, ihre Wurzeln im Unfalltod seine Bruders haben. Er hat den Verlust verdrängt, aber nicht verarbeitet. Diese Lücke, die im Buchtitel genannt wird und aus Goethes Werther zitiert ist ("Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke, die ich hier in meinem Busen fühle"), ist die, die durch den Tod des älteren Bruders für immer gerissen wird. 
Die Schule wird zu einem angstbesetzten Ort voller Chaos und Unberechenbarkeit, wo auf ihn nur die ständige Überforderung lauert. Bis heute kann er sich nicht erklären, warum man ihn an der Schauspielschule angenommen hat. Insgeheim vermutet er, dass seine Großmutter ihre Finger im Spiel hatte, aber das bleibt ungeklärt.
Doch es soll noch weitere Leerstellen in Meyerhoffs Leben geben: Nach seiner Abschlussprüfung sterben sowohl seine Großeltern als auch sein Vater innerhalb kurzer Zeit. 

Lesen?


All diese Erlebnisse erzählt Meyerhoff zwar ernst, aber mit viel hintergründigem Humor, der die Zuneigung, die er zu seiner teilweise schrulligen Verwandtschaft hat, widerspiegelt. Ein sehr gutes Buch, nach dessen Lesen man kaum glauben mag, dass der Autor ein gefeierter Schauspieler geworden ist, der von der Zeitschrift Theater heute zum "Schauspieler des Jahres 2017" gekürt wurde und seit Jahren beim Wiener Burgtheater unter Vertrag ist.

Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen und kostet als gebundene Ausgabe 21,99 Euro, als Taschenbuch 10,99 Euro sowie als epub- oder Kindle-Edition 9,99 Euro.

Mittwoch, 21. März 2018

Leipziger Buchmesse: Ein Tag ganz ohne Bücher (Teil 4)

Mal etwas anderes sehen

 

Wie ich schon im zweiten Teil meines Messeberichts geschrieben habe, wurde aus dem von den Wettervorhersagen angekündigten leichten Schneefall ein handfester Wintereinbruch - große Klasse, so kurz vor dem Frühlingsanfang. Der Tag sollte natürlich nicht mit Nichtstun vorübergehen, aber eine Aktivität außerhalb von beheizten Räumen schied aus: Es schneite weiter, und ein eiskalter Wind ließ die gefühlte Temperatur auf -15° C absinken. Da stießen wir im Internet auf das Panometer Leipzig

Darum geht es

 

Der Künstler Yadegar Asisi hat in einem ehemaligen Gasometer innerhalb von drei Jahren ein 360°-Panorama geschaffen, auf dem die gesunkene Titanic in 3.800 Metern Tiefe plastisch dargestellt wird. Eine Ausstellung im Vorraum informiert die Besucher zunächst über die Technik der Titanic, die das Schiff unsinkbar machen sollte, und die Ursachen, die zum Untergang geführt haben. Auch die Entstehung der Schwesterschiffe Britannic und Olympic wird erläutert. Dort befindet sich auch eine Rekonstruktion des Titanic-Bugs im Maßstab 1 : 1.
Im Inneren des Gasometers ist auf einem rundum gespannten Transparent das Wrack der Titanic und seine unmittelbare Umgebung abgebildet. Ganz unten auf dem Meeresboden sieht man seitlich zum Rumpf ein kleines Tauchboot.
Der plastische Effekt ist zwar schon von unten sichtbar, er verstärkt sich jedoch deutlich, wenn man die Treppen des Stahlturms besteigt, der sich in der Mitte des Gebäudes befindet. 
Asisis Leipziger Panoramen wechseln im Jahrestakt, die Titanic ist also nur bis Ende 2018 zu sehen.

Die Deutsche Welle hat einen sehenswerten Info-Film zur Verfügung gestellt:


Wer sich in oder um Leipzig befindet, sollte sich das Panorama ansehen. Ich finde, es lohnt sich.

 

Leipziger Buchmesse: Diese Bücher haben mich interessiert (Teil 3)

Viele, viele Cover

 

Na klar, wenn man über eine Buchmesse geht, findet man zahllose Bücher, die man am liebsten sofort mit nach Hause nehmen möchte. Ich habe die meiste Zeit auf der Leipziger Buchmesse mit dem Anlesen vieler Bücher verbracht und bin auf Titel gestoßen, die gerade erst auf den Markt gekommen oder aber schon seit einiger Zeit verfügbar sind. Ich schmeiße sie hier jetzt einfach unsortiert und nur kurz kommentiert auf diese Seite. Dazu kommen noch die Bücher, über die ich bereits in Teil 2 meines Messeberichts geschrieben habe.

Rolf Arnold, Professor an der TU Kaiserslautern, schreibt über das, dessen viele Menschen überdrüssig zu sein scheinen: den Umgang mit Fakten. Wie geht man verantwortungsvoll mit der Wirklichkeit um?
Erschienen im Carl Auer Verlag.


Axel Schwab hat mehrere Jahre in Japan gelebt und einige Bücher über das Land geschrieben. In diesem erklärt er Japan-Unkundigen, wie man sich im Alltag des Inselstaats zurechtfindet. 
Auf diesem Blog gibt es eine Rezension zu seinem Titel Sushi-Guide. Japan ist bei BoD erschienen.

Karina Both-Peckham bekocht nicht nur ihre Familie, sondern auch ihre Gäste in Peckham's House. Auch von ihr befidnet sich bereits ein Buch auf diesem Blog, nämlich der erste Band ihrer Reihe: Lieblingssuppen.
Erschienen bei BoD.

Der Autor Wei Zhang beschreibt das Leben zur Zeit von Maos Kulturrevolution aus der Sicht einer Fünfjährigen. Absurde Situationen können gefährlich werden. Die Lesung mit Wei Zhang habe ich leider wegen des Schneechaos' verpasst. Erschienen bei Salis.


1973 wird der österreichische Skirennfahrer Franz Klammer mitten im Abfahrtslauf ins Jahr 33 zurückgeworfen und landet in Jerusalem direkt auf Jesus Christus. Eine absurde Geschichte beginnt. Erschienen bei Lector Books, einem Imprint der Torat GmbH.

Christopher Buckley schreibt über einen beruflichen Super-GAU:
Herb Wadlough ist der persönliche Berater des fiktiven US-Präsidenten Tucker, fällt aber vor allem aufgrund von Intrigen bei ihm in Ungnade. Buckley verarbeitet in seinem Buch seine Zeit als Redenschreiber für George Bush sen. auf witzige Weise. Erschienen bei Louisoder.


Eine wahre Geschichte aus Deutschland während des ersten Weltkriegs. Der Krieg war fast verloren, als Leutnant Stern einen waghalsigen Plan entwickelte: 14 muslimische Gefangene, die als Zirkusgruppe verkleidet waren, sollen nach Konstantinopel geschmuggelt werden, um den Sultan dazu zu bringen, für das befreundete Deutschland den Dschihad auszurufen. Erschienen bei Galiani Berlin, einem Tochterverlag von Kiepenheuer & Witsch.


In grenz:zeiten geht es um Grenzerfahrungen, die der Krieg, das Sterben und die Familie mit sich bringen. Ein Roman mit autobiographischen Elementen, der aber nicht nur traurig, sondern auch witzig ist. Erschienen im Wenz Verlag.


Wer eine Reise nach Nordkorea plant, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Interessant ist es aber auch, wenn man nur einen literarischen Blick über den Zaun werfen möchte. Erschienen bei DVA.



Ein kleines Mädchen aus dem schwedischen Fjällbacka wird vermisst. Ihr Verschwinden erinnert die Einwohner an einen 30 Jahre zurückliegenden Fall, der fast vergessen zu sein schien. Erschienen im List Verlag.



Ein Blick in die Zukunft der Menschheit angesichts der fortschreitenden Technisierung. Erschienen im Verlag C. H. Beck.






Der junge verwundete Soldat Veit Kolbe reist Anfang 1944 nach Mondsee in Österreich, um wieder gesund zu werden. Er trifft auf zwei Frauen, die wie er auf Normalität hoffen. Doch so einfach ist das nicht, denn Kolbe wird von Alpträumen geplagt und sinnt über die Vergangenheit nach. Erschienen bei Hanser. Arno Geiger hat u. a. auch den Roman Es geht uns gut
geschrieben, für den er 2005 den Deutschen Buchpreis erhielt.


Die 21jährige Nora wandert mit ihrer jüngeren Schwester Theresa von Irland in die USA aus. Sie möchte bei ihrem Verlobten sein und der Schwester eine Ausbildung ermöglichen. Doch als Theresa schwanger wird, muss eine Entscheidung getroffen werden. Erschienen im Paul Zsolnay Verlag.

Der österreichische Künstler und Autor André Heller spricht mit seiner 1914 geborenen Mutter über ein Jahrhundert voller Leben und Ereignisse. Erschienen im Paul Zsolnay Verlag.




Das Buch erzählt den fimreifen Überfall auf ein Gelddepot in der Nähe von Stockholm, der 2009 stattgefunden hat. Manchmal ist das Leben spannender als ein erdachter Krimi. Erschienen bei Piper.



Und sonst?

 

Die Autoren dieses im Alexander Verlag Berlin erschienen Buches wollen ihre Leser davon überzeugen, dass das Urheberrecht zugunsten einer Regulierung der Marktverhältnisse abgeschafft werden sollte. Das Buch wurde gratis vom Verlag abgegeben. Ich gebe zu, dass ich grundsätzlich skeptisch bin, aber wenigstens einen Blick in No Copyright werfen werde.

Das war es auch "schon". Vermutlich wären es noch mehr Bücher gewesen, wenn wir nicht an einem der vier Messetage im Panometer Leipzig gewesen wären. Was das ist, könnt ihr hier nachlesen.



 

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