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Samstag, 17. Oktober 2026

# 519 - Einfach sanieren

Carsten Herbert ist Bauingenieur und durch seine YouTube-Videos auf seinem Kanal Energiesparkommissar bekannt geworden. Er hat bereits mehrere Bücher zu den Themen Energie sparen, Wärmepumpen und Sanierung geschrieben, die sich in ihrer verständlichen Art an Laien richten. 

Jetzt ist sein neuestes Buch erschienen: Mit Einfach sanieren verspricht er im Untertitel 25 kostengünstige Maßnahmen für Ihr Haus. Kann das Buch dieses Versprechen einhalten?

Herbert hat den Anspruch, auch von Leserinnen und Lesern, die sich nie zuvor mit dem Thema Sanierung beschäftigt haben, verstanden zu werden. Da ist es nur folgerichtig, mit den Grundlagen zu beginnen: Wenn man nicht weiß, wie viel Energie das eigene Haus verbraucht, kann man nicht einschätzen, ob energetische Maßnahmen sinnvoll und nötig sind.

Der nächste Schritt ist zu verstehen, an welchen Stellen im Gebäude Wärme verloren geht. Wer glaubt, dass alles von einer schlecht oder gar nicht gedämmten Wand abhängt, lernt mit diesem Buch dazu. Herbert zeigt zahlreiche Gründe für Wärmeverluste auf: Transmission, Konvektion, Wärmestrahlung oder nicht optimal genutzte Heizungsanlagen gehören zu den "Dauerbrennern", die sich in zahlreichen Häusern finden. Keine Ahnung, worum es dabei geht? Macht nichts: Herbert erläutert ausführlich Begriffe und Zusammenhänge.

Doch bevor eine Handwerksfirma mit der Fassadendämmung oder dem Fensteraustausch beauftragt wird, sollte überlegt werden, mit welchen einfachen Maßnahmen spürbare Erfolge erzielt werden können, ohne große Summen investieren zu müssen. Ein Beispiel ist die von Herbert als "schlafender Riese" bezeichnete Optimierung der Heizungsanlage. Laut dem Experten sind "rund 80 Prozent aller Anlagen in Deutschland nicht optimal eingestellt". Seine Vorschläge sind unter anderem die Anpassung der Heizkurve, das Dämmen freiliegender Rohre oder der Kauf von Sparduschköpfen.

Da, wo für technische Anpassungen besondere Kenntnisse nötig sind, wird die Herangehensweise von Herbert genau erklärt. Er lässt seine Leserinnen und Leser mit der Anpassung der Heizkurve oder dem hydraulischen Abgleich nicht allein.

Aber wenn es in einem Buch ums Sanieren geht, kommt man auch an kostspieligeren Investitionen nicht vorbei. Dazu gehören die Außenwanddämmung und die Anschaffung einer Wärmepumpe. Das Buch erklärt die jeweiligen Varianten, weist auf die Vor- und Nachteile hin und erläutert, worauf bei einem Einbau geachtet werden muss.

Zum Schluss fasst Carsten Herbert alle vorgeschlagenen Maßnehmen übersichtlich in einer Tabelle zusammen. Hier erkennt man auf einen Blick, wie hoch die jeweiligen Kosten, die Einsparungen sowie die Rendite ausfallen.

Lesen?

Einfach sanieren ist sehr gut geeignet, um sich einen Überblick über Sanierungsmaßnahmen zu verschaffen. Carsten Herbert vermittelt, dass sich auch mit wenig Geld und Aufwand ein großer Einspareffekt erreichen lässt.

Einfach sanieren ist im September 2026 im Verlag Stiftung Warentest erschienen und kostet 24,90 Euro.

Freitag, 29. Mai 2026

# 506 - Radreisen mit dem E-Bike

E-Bikes werden immer beliebter: Seit 2023 liegen ihre Verkaufszahlen höher als die von Fahrrädern ohne Motorunterstützung, und schon seit 2020 werden von ihnen jährlich um zwei Millionen Stück verkauft.

Grund genug für die Stiftung Warentest, einen Ratgeber zu veröffentlichen: Radreisen mit dem E-Bike. Der Journalist und begeisterte Radfahrer Jan Wittenbrink schreibt nicht zum ersten Mal über sein Lieblingsthema, doch hier geht es ausschließlich um Fahrräder mit Unterstützung durch einen Elektromotor. Er weist zu Beginn ausdrücklich auf die Unterschiede zwischen E-Bikes, Pedelecs und S-Pedelecs hin. Da sich jedoch die Verwendung des Begriffs E-Bike im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt hat, wird er von Wittenbrink hier ebenfalls verwendet.

Das Buch wendet sich in den ersten Kapiteln an alle, die sich für den Kauf eines E-Bikes interessieren und noch nicht wissen, wo sie ihren Schwerpunkt setzen und worauf sie bei der Auswahl achten sollten. 

In den darauf folgenden Abschnitten wird genau erläutert, wie man sich auf eine Radreise gut vorbereitet: Welche Kleidung wird benötigt? Welche Fahrradtaschen sind sinnvoll? Worauf muss ich achten, wenn ich mein Fahrrad diebstahlsicher abstellen will? Was gehört zur Ausrüstung, wenn unterwegs nicht im Hotel übernachtet, sondern gezeltet werden soll? 

Jan Wittenbrink hat seine ganze Erfahrung in dieses Buch gelegt und gibt seinen Leserinnen und Lesern viele hilfreiche Tipps und Hinweise. Was er schreibt, kann bei der eigenen Reiseplanung Stück für Stück abgearbeitet werden - von A wie Abfahrt, Checks vor der bis Z wie Zwischenwegweiser bleibt nichts unbeantwortet. 

Im letzten Kapitel schlägt Wittenbrink Gegenden oder ausgewählte Radrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen im europäischen Ausland vor, die sich gut für eine Radwanderung eignen. 

Lesen?

Radreisen mit dem E-Bike ist ein übersichtlich strukturierter Ratgeber, der hilft, falsche Kaufentscheidungen und Planungspannen zu vermeiden. Zahlreiche Fotos und Grafiken tragen zum Verständnis bei.

Radreisen mit dem E-Bike ist 2026 bei der Stiftung Warentest erschienen und kostet als Klappenbroschur 29,90 Euro.

Dienstag, 27. Januar 2026

# 497 - Das kann KI

Künstliche Intelligenz (KI) durchzieht immer stärker
unseren Alltag und ist aus vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken. Nicht alles ist KI, was sich so nennt, aber klar ist: KI ist ein Teil unserer Zukunft.

Andreas Erle hat bereits zahlreiche Bücher und Artikel rund um die Themen mobiles Internet oder Windows veröffentlicht. In seinem neuesten Buch Das kann KI beschreibt er, wo die Chancen und Risiken der Künstlichen Intelligenz liegen. Erle erklärt, wofür sich KI besonders eignet und wo Menschen entlastet werden können. Man erfährt, welches Programm als eines der ersten KI-Anwendungen gilt und wann dieses konzipiert wurde: Eliza, eine Gespräche mit einem Psychotherapeuten simulierende Anwendung, entstand 1966. Die Gedankenspiele um Künstliche Intelligenz sind also nicht neu, sondern beschäftigen Wissenschaftler schon seit sechzig Jahren. Eliza war allerdings so unausgereift, dass es den sog. Turing-Test nicht bestand. Dieser Test gilt als bestanden, wenn Anwender nicht erkennen können, ob sie mit einem Menschen oder einer Maschine kommunizieren. 
Da hat sich in der Zwischenzeit einiges getan: 2024 bestand ChatGPT 4 den Turing-Test.

Muss uns diese Entwicklung Angst machen? Das kommt darauf an. Die Diskussionen nehmen eine große Bandbreite ein: KI kann Arbeitsplätze vernichten, aber auch von sich wiederholenden Tätigkeiten entlasten und Zeit für höherwertigere Arbeiten geben. Der Einsatz von KI bedeutet insbesondere dann, wenn es um die Verarbeitung von sehr großen Datenmengen geht, jedoch einen Kontrollverlust: Nutzer müssen die Ergebnisse erst einmal hinnehmen, weil sie nur schwer nachvollziehbar sind. 
Kreativität gehört allerdings nicht zu den Stärken der Chatbots, was man zunächst im Hinblick auf die zahllosen Memes kaum glauben mag. Aber diese sind nichts weiter als eine Veränderung von bereits existierenden Inhalten. Die fehlende Kreativität ist allerdings nicht der einzige Mangel, wie Erle anschaulich erläutert.

Andreas Erle hat einen "Fahrplan" für die sinnvolle und erfolgreiche Nutzung von ChatGPT und seine "Brüder" erstellt und erklärt, welche Chatbots sich für bestimmte Zwecke besonders eignen. Wie bei Menschen erhält man auch bei ihnen auf Fragen keine einheitlichen Antworten: Chatbots werden auf unterschiedliche Weise trainiert und verfügen über verschiedene Wissensstände. Andreas Erle rät davon ab, die Auskünfte ungeprüft zu übernehmen: "Müssen Sie sich auf die Ergebnisse verlassen, sollten Sie sie in jedem Fall kontrollieren. Nichts ist peinlicher, als im blinden Vertrauen auf einen Chatbot etwas zu behaupten und dann von einem echten Menschen eines Besseren belehrt zu werden."

Im letzten Abschnitt wendet sich Andreas Erle grundsätzlichen Fragen zu: Wie wirkt sich die (häufige) Verwendung von Chatbots auf unsere intellektuellen und schöpferischen Fähigkeiten aus? Welche Rolle spielen der Datenschutz und das Urheberrecht? Inwieweit haften KI-Anbieter für falsche Auskünfte ihrer Chatbots? Welche Auswirkungen haben KI-Anwendungen auf die Umwelt? 

Lesen?

Andreas Erle richtet sich mit seinem Buch sowohl an KI-Laien als auch Leserinnen und Leser, die einige Grundkenntnisse haben und diese vertiefen möchten. Er hat seine Ausführungen um zahlreiche Illustrationen ergänzt, die gut zum Verständnis beitragen. Seine Empfehlung am Schluss des Buches: "Nehmen Sie die KI als Chance. Probieren Sie aus, wo diese Sie unterstützen kann. Unterstützen heißt, dass Ihnen die KI im Regelfall Teilergebnisse liefert, statt komplette Aufgaben zu übernehmen, und dass Sie die KI-Erzeugnisse immer kontrollieren. Die KI kann Ihnen zwar viel Arbeit abnehmen, aber nicht die Verantwortung."

Das kann KI ist 2026 bei der Stiftung Warentest erschienen und kostet als Softcover-Ausgabe 19,90 Euro sowie als E-Book 16,99 Euro.