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Dienstag, 20. Mai 2025

# 475 - Völlig losgelöst im All

Astronautinnen und Astronauten aus verschiedenen
Ländern sowie zwei russische Kosmonauten umkreisen in einer Raumstation die Erde - zwei Frauen und vier Männer. In ihrem Roman 
Umlaufbahnen sieht Samantha Harvey ihnen einen Tag lang zu - in sechzehn Umlaufbahnen à neunzig Minuten.

In etwa 400 Kilometern Höhe bewegt sich die Raumstation seit mehr als 25 Jahren mit einer Geschwindigkeit von rd. 29.000 km/h um den "blauen Planeten". Die sechs Menschen versuchen, sich weit weg von ihrer Heimat und denen, die sie lieben, einen Alltag aufzubauen. Sie schlafen in hängenden Schlafsäcken, machen Sport gegen den Muskelabbau, essen Standardkost aus Tüten und zwischendurch Lebensmittel, die ihnen ihre Angehörigen mit der Versorgungskapsel geschickt haben, und verbringen Zeit mit ihren Kolleginnen und Kollegen. Ihre Arbeit besteht aus wissenschaftlichen Experimenten und der Erledigung von Aufträgen, die sie von der Bodenstation erhalten. 

Samantha Harvey hat jedoch kein nüchtern-technisches Buch geschrieben, sondern der Raumfahrt einen poetisch-emotionalen Anstrich gegeben. Sie schildert den Ausblick der Astronautinnen und Astronauten auf ihren Heimatplaneten in schillernden Worten, wirft einen Blick auf den persönlichen Lebenshintergrund jeder einzelnen Person und macht durch ihre Sprache deutlich, wie sehr in einer Raumstation das Leben im All und das auf der Erde auseinanderfallen. Das, was hunderte Kilometer unter ihnen passiert, hat aus dieser Perspektive einen fast schon surrealen Charakter:
Die Philippinen werden von einem riesigen Taifun heimgesucht, aber von der Raumstation aus sieht man kein Leid, das vom Sturm angerichtet wird, sondern die spektakulären Wolkenformationen, die auf das Land zuziehen. Eines der Crewmitglieder hat während eines Urlaubs eine philippinische Fischerfamilie kennengelernt; dieser persönliche Bezug verdeutlicht die katastrophalen Folgen des Wirbelsturms für die Bewohnerinnen und Bewohner des Landes.
Gleichzeitig erfährt eine der Astronautinnen vom Tod ihrer Mutter. Der bedrückende Moment der Erkenntnis, nicht bei deren Beisetzung dabei sein zu können, schwappt auf die Leserinnen und Leser über.

Nebenbei vermittelt Samantha Harvey Details über die Raumstation, die in diesem Roman zwar keinen Namen hat, aber wahrscheinlich die ISS ist. So erfährt man beispielsweise, dass es zwei Toiletten gibt: eine für die beiden russischen Kosmonauten, eine US-amerikanische Toilette für alle anderen. Eindeutige Hinweisschilder an den Toilettentüren legen fest, wer auf welches stille Örtchen gehen muss. Das Schild vor dem US-WC wird durch einen Hinweis ergänzt: Bitte benutzen Sie aufgrund der andauernden politischen Auseinandersetzungen ihre eigene nationale Toilette.
Die Besatzung hält sich oft nicht an die Trennung, macht sich aber darüber lustig. Der Kosmonaut Roman wird mit dem Satz "Ich bin mal eben weg und leg ein Ei für Mütterchen Russland" zitiert. So sieht es aus, wenn Politik seltsame Blüten treibt. Das Bodenpersonal muss machtlos beobachten, wie die Besatzung auch die geographische Aufteilung der Ergometer oder des Essenslagers missachtet.

Die Crew weiß noch nicht, dass sich die Lebenszeit der Raumstation dem Ende zuneigt. An der Außenwand des Raumschiffs ist ein feiner Riss, der einen so geringen Druckabfall im russischen Modul bewirkt, dass kein Alarm ausgelöst wird. Aber der Riss wird breiter, ganz langsam ...

Lesen?

Umlaufbahnen ist nicht nur eine plastische Schilderung des Lebens in einer Raumkapsel, es ist auch eine Ode an die Schönheit der Erde. Einer Erde, die von den Menschen nach und nach zerstört wird: Harvey beschreibt den von roten oder neonfarbenen Algenblüten gefärbten Atlantik, der längst überfischt ist und sich stetig weiter erwärmt ebenso wie die Verdunstungsteiche, aus denen Lithium gewonnen wird oder die schrumpfenden Eisschilde der Gletscher. Die Crewmitglieder registrieren diese menschengemachten Schäden: 'Aus ihrer Perspektive ist der Einfluss der Politik so offensichtlich, manifestiert sich in jedem Detail des Anblicks, dass sie gar nicht verstehen, wie ihnen das zunächst entgehen konnte', resümiert Harvey. An dieser Stelle macht es sich die Autorin möglicherweise zu einfach. Das gilt auch für die ein oder andere technische Beschreibung. Aber hier genau zu sein, war sicher nicht ihre Absicht.

Samantha Harvey bekam für ihren Roman den Booker Prize 2024.

Umlaufbahnen ist 2024 bei dtv erschienen und kostet als Hardcover-Ausgabe 22 Euro sowie als E-Book 18,99 Euro.

Nachtrag: Wer sich für Raumfahrt interessiert, kann sich mithilfe der kostenlosen App 'ISS Live Now' Aufzeichnungen aus dem Inneren der ISS ansehen oder live deren Erdumrundung verfolgen.


Sonntag, 16. April 2023

# 389 - Die Wiederentdeckung einer verloren geglaubten Autorin

Der Roman Mistral ist keine Neuerscheinung im
eigentlichen Sinn. Maria Borrély hat ihn bereits 1930 unter dem Titel Sous le vent veröffentlicht, nachdem der spätere Literatur-Nobelpreisträger André Gide ihn dem Verlag Gallimard empfohlen hatte.

Borrély hat die Handlung in einem idyllischen Dorf in der Haute-Provence Anfang des 20. Jahrhunderts angesiedelt. Die Menschen führen ein karges und arbeitsreiches Leben, das sich an der Natur sowie am Lauf der Jahreszeiten ausrichtet und manchmal auch vom Aberglauben geprägt ist. Der Mistral, ein aus Nordwesten kommender starker und kalter Fallwind, beeinflusst das Leben der Menschen deutlich. Er tritt das ganze Jahr über auf, bleibt oft mehrere Tage lang und zerrt an den Nerven der Einheimischen. Man sagt, dass manche von ihm verrückt werden.

Die Natur und das Wetter sind die wesentlichen Einflüsse auf die Handlung, in deren Mittelpunkt die junge Marie steht. Diese Ausrichtung wird auch in der Beschreibung Maries deutlich: "Ihre Augen haben die Farbe des schönen wilden Lavandins. Die Bewegung ihrer Taille, ihrer Schultern, ist wie das Wiegen einer jungen Birke im Wind, dem sie mit der geschmeidigen Kraft ihrer Lenden standhält."

Marie übernimmt als älteste Tochter alle Aufgaben im Haushalt, um ihre Mutter zu entlasten. Auf Schulbildung wurde bei ihr kein Wert gelegt, im Dorf ist sie für ihr heiteres Wesen bekannt. Maries Leben verläuft in gewohnten Bahnen, an Männern hatte sie bisher kein Interesse. Das ändert sich schlagartig, als sie den gutaussehenden Olivier kennenlernt, der im Nachbarort als Knecht in der Ölmühle arbeitet. Sie verliebt sich und meint zu erkennen, dass Olivier ihre Gefühle erwidert. Als Marie von ihm heimlich geküsst wird, steht ihr Herz in Flammen. Doch diese Liebe steht unter keinem guten Stern.

Lesen?

Mistral ist ein Roman voller Poesie und wilder Romantik, ohne dabei kitschig zu sein. Maria Borrély zeichnet sehr genau das Dorfleben nach und flicht immer wieder ihre eigene Lebensanschauung ein, die für die damalige Zeit enorm fortschrittlich war. Maries hundertjährigem Onkel legt sie diese Worte in den Mund: "Man hat die Erde kaputt gemacht, das Klima verändert. Es regnet immer weniger. Die Quellen versiegen. [...] Und jetzt erkennt man Valvachères nicht mehr. Es ist ein Haufen Geröll, den die Flüsse ausgespien haben und die Sonne röstet. [...] Unser Plateau ist allen Winden preisgegeben. Und so wird die Natur hier mehr zerstört als an anderen Orten."

Dieser Onkel wird außerdem - ebenfalls vor fast einhundert Jahren sehr ungewöhnlich - als Vegetarier beschrieben, der die Grausamkeit der schlachtenden Bauern verachtet.

Die Übersetzerin Amelie Thoma erzählt im Nachwort, wie sie Sous le vent wiederentdeckt hat: In ihrem Urlaubsort Puimoisson, dem Schauplatz des Romans, sah sie in einer Vitrine der Dorfkneipe einige Bücher eines regionalen Kleinverlags - darunter auch Maria Borrélys Werk. Thoma erkannte das Potenzial des Romans und machte sich auf die Suche nach einem Verlag, der ihn in einer deutschen Übersetzung herausbringen würde. Ihre Mühe war erfolgreich. Zum Glück.

Mistral ist 2023 im Kanon Verlag erschienen und kostet als gebundene Ausgabe 20 Euro sowie als E-Book 16,99 Euro.

Freitag, 4. Februar 2022

# 335 - So wird sich Deutschland bis 2050 verändert haben, wenn wir nichts dagegen unternehmen

Letzte Woche wurde hier ein Buch vorgestellt, in dem es um einen Ausblick auf die Welt im Jahr 2030 ging, heute reicht der Blick noch weiter: Toralf Staud und Nick Reimer schauen in ihrem Buch Deutschland 2050 - Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird noch weiter in die Zukunft.

Womit müssen wir in knapp 30 Jahren rechnen? Wie wird sich das Klima in Deutschland bis dahin verändert haben und welche Folgen hat das genau für unser Leben? Staud ist Journalist und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Klimawandel; Reimer hat Energieverfahrenstechnik studiert, lehrt an der Universität Lüneburg und erhielt vor einigen Jahren den Otto-Brenner-Preis für seinen Blog Klimaluegen-detektor.de.

Wer heute in den sonnigen Süden fährt, um sich dort die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen, kann sich das in Zukunft sparen: Das Durchschnittswetter in Hamburg wird sein wie das heute in Pamplona, in Berlin wird man sich 2050 fühlen wie heute in Toulouse. Ist das nicht prima? Man kann sich die weiten Wege in den Sommerurlaub sparen und bekommt auch in Norddeutschland bequem einen Sonnenbrand.

Nein, diese Aussichten sind nicht das, was wir uns wünschen. Während es im Südwesten Deutschlands bis zum Jahr 2000 an etwa 30 Tagen im Jahr Temperaturen von mehr als 25° C gab, werden es in 30 Jahren 80 Tage sein. Dort wird es Höchsttemperaturen von 45° C geben. Für obdachlose Menschen wird man im Sommer Kühlräume benötigen, Altenheime werden nicht mehr ohne Klimaanlagen auskommen.

Diese und alle weiteren Prognosen haben sich die Autoren nicht aus den Fingern gesogen. Ihre Darstellung basiert auf zahlreichen Studien und Gesprächen mit Wissenschaftlern. Reimer und Staud haben sich u. a. mit Fachleuten für Wasserwirtschaft, beim Deutschen Wetterdienst, Botanikern, Agrar- und Forstwissenschaftlern, Verkehrs- und Energieexperten, Feuerwehrleuten, Soziologen, Klimaforschern und Ökonomen unterhalten und sie nach ihren Einschätzungen befragt.

Auch hinsichtlich der zu erwartenden Niederschläge zeichnen die beiden Autoren ein Zukunftsszenario, von dem wir bereits beispielsweise mit der Überflutung des Ahrtals im Sommer 2021 einen Vorgeschmack bekommen haben. Im Winter wird es viel regnen, im Sommer wenig, dann jedoch vermehrt als Starkregen: Das Wasser reißt Menschen in den Tod und richtet hohe Sachschäden an, aber unsere Grundwasserreservoirs werden kaum aufgefüllt, weil die Wassermengen nicht von den Böden aufgenommen werden können. Die daraus entstehende Wasserknappheit zieht Konflikte nach sich, die sich z. B. zwischen der Industrie, der Landwirtschaft und den privaten Verbrauchern abspielen werden. Ebenso werden starke Stürme immer alltäglicher.

Auch hinsichtlich der öffentlichen Infrastruktur wird es Probleme geben: Da es viel mehr heiße Tage mit sehr hohen Temperaturen geben wird, muss deutlich häufiger mit Zugausfällen wegen verformter Schienen gerechnet werden. Dass an Hitzetagen auch Straßenbeläge schmelzen, haben wir bereits vereinzelt gesehen und werden es künftig immer häufiger erleben.

Reimer und Staud erläutern die Auswirkungen des Klimawandels auch auf weitere Bereiche: Es wird starke Veränderungen im Tourismus geben, wir müssen mit mehr Waldbränden rechnen, 30 % der in Deutschland heimischen Pflanzenarten sind bedroht. 

Eine Fülle von Fakten dient als Grundlage für dieses Buch. Das, was wir beim Lesen als schockierend empfinden, hat jedoch leider nichts mit Übertreibung oder Fiktion zu tun, sondern es ist genau das, was uns erwartet.

Was können wir tun, um diese Entwicklung zu verhindern? Können wir überhaupt noch etwas aufhalten, quasi das Ruder herumreißen? 
Für manches ist es tatsächlich bereits zu spät. Die Menschheit hat so viele Treibhausgase emittiert, dass es zu einer im Vergleich zum Jahr 1881 um etwa 2° C höheren Durchschnittstemperatur gekommen sein wird. Da könnte man natürlich fragen: Ist der Kampf gegen den Klimawandel dann nicht schon verloren? Hat es überhaupt noch Sinn, die bisherige Lebensweise zu verändern?

Das größte Hindernis, wenn es um Verhaltensveränderungen geht, sind wir selbst. Menschen halten gern am Gewohnten fest und können nur schlecht langfristig denken. Wenn es darum geht, das eigene Verhalten an veränderte Gegebenheiten anzupassen, neigen wir dazu, diesen Umstand zu ignorieren und allerlei Gründe herbei zu fabulieren, um an unserer bisherigen Lebensweise festzuhalten.
Ein weiteres Problem, wenn es um Klimaschutzmaßnahmen geht, ist das Verhalten von Politikern: Das, was da eigentlich angestoßen werden müsste, um einen Einfluss auf das Klima zu haben, ist für die Bürgerinnen und Bürger unbequem und darum unpopulär. Die Erfolge von Programmen oder Einschnitten zeigen sich erst dann, wenn diejenigen Verantwortlichen, die sie angestoßen haben, gar nicht mehr an der Macht sind. Das macht sie heute unattraktiv. Und das trotz der eindringlichen Warnung der WHO, dass es bis zum Ende dieses Jahrhunderts mehr Menschen geben wird, die wegen des Klimawandels als aufgrund von Infektionskrankheiten gestorben sind.
Nicht zuletzt ist es die schleichende Entwicklung des Klimawandels, die nicht so plötzlich daherkommt wie eine Pandemie mit in die Höhe schießenden Infektions- und Todeszahlen. Da kann man sich eine ganze Weile einreden, dass "alles nicht so schlimm" ist.

In 14 Kapiteln wird in Deutschland 2050 - Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird jeder Bereich unseres Lebens unter die Lupe genommen. Spoiler: Wir werden unser Land in 30 Jahren nicht wiedererkennen, in wirklich jedem Bereich werden sich die Verhältnisse grundlegend verschlechtern. Die beiden Autoren nehmen in ihrer Einleitung bereits vorweg, was nach ihrer Einschätzung und der der o. g. Experten unbedingt nötig ist: "Strenger Klimaschutz rettet also zumindest noch etwas Stabilität. Man könnte sagen, er sichert unser Zuhause, unser Eigentum, unsere Städte. Oder noch kürzer: Klimaschutz bewahrt Heimat. Wer verhindern will, dass Deutschland sich noch stärker verändert, als in diesem Buch geschildert, muss sofort mit dem schärfsten Klimaschutz anfangen, den er sich überhaupt vorstellen kann."

Lesen?

Dieses Buch sollte wirklich jede/r lesen! Es ist sehr gut verständlich, die Schlussfolgerungen wurden sehr gut nachvollziehbar erläutert.

Deutschland 2050  - Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird ist 2021 im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen und kostet als Paperback 18 Euro sowie als E-Book 16,99 Euro.

Freitag, 19. November 2021

# 316 - Einmal quer durch die Welt des Wissens

Dieses Buch basiert auf einer ziemlich abgefahrenen
Idee: Der Journalist Peter Grünlich hatte sich vorgenommen, alle deutschsprachigen Wikipedia-Einträge zu lesen. Er hatte sich dafür ein Jahr Zeit genommen und täglich einige Stunden in der Online-Enzyklopädie gelesen. Seine Erfahrungen mit Wikipedia und das, was er dort gelernt hat, hat er in seinem Buch Der Alleswisser zusammengetragen.

Aber geht das überhaupt? Kann man zumindest alle deutschen Wikipedia-Seiten durchlesen? Ja, wenn man bereit ist, dafür elf Jahre seines Lebens zu investieren und während dieser Zeit auf Schlaf zu verzichten. Das würde aber nur dann klappen, wenn ab sofort keine weiteren Artikel hinzukämen. Aber so ist es nicht: Jeden Tag wächst die Zahl der deutschen Artikel um mehrere Hundert.

Da bleibt nur eins: Man muss dieses Projekt mit einem System angehen. Grünlich versucht es mit dem Lesen in alphabetischer Reihenfolge, doch schnell wird klar: Es gibt kaum etwas Ermüdenderes, als sich auf Gedeih und Verderb todlangweilige Texte anzutun, nur um das selbstgewählte Prinzip einzuhalten. Der Autor versucht es deshalb mit dem zufallsgesteuerten Durchklicken und stößt dabei auf  Inhalte, die ihn überrascht, abgestoßen oder fasziniert haben und alle eines gemeinsam hatten: Sie waren interessant, aber kaum bekannt.

Das, was Grünlich in seinem Buch zusammengetragen hat, ist jedoch weit entfernt davon, Bestandteil eines Bildungskanons zu werden. Er pflügt im Zickzack-Kurs durch die Themen und stößt dabei auf Erklärungen zu Redewendungen oder Begriffen wie beispielsweise "Scheißtag", die wir häufig benutzen, aber deren Herkunft wir meistens nicht kennen. 

Weiter geht es mit Skandalen (z. B. der sog. Perdicaris-Zwischenfall von 1904, der sich erst Jahrzehnte später als ein Versagen von US-Präsident Roosevelt herausstellte), ungewöhnlichen Todesarten (darunter der Grund für die kürzeste Amtszeit eines US-Präsidenten oder die Todesart des griechischen Dichters Aischylos 456 v. Chr.) sowie unglaublichen Artikeln über Tiere (ganz vorn dabei: 'Mike the Headless Chicken', der anderthalb Jahre mit einem fast ganz abgetrennten Hals weiterlebte, und ein Bärenpavian, der 1890 in Südafrika die Prüfung zum Schrankenwärter ablegte).

Auch die blutigste Kneipenschlägerei der Geschichte ist eine Erwähnung wert. Sie ereignete sich 1355 in Oxford, zog sich mehrere Tage hin und kostete über 90 Menschen das Leben.

Lustiger ist da schon die Geschichte des französischen Pups-Künstlers Joseph Pujol, der ab 1892 dem staunenden Publikum zeigte, welche Töne er seinem Darmausgang entlocken konnte. Das Auspusten von Kerzen mithilfe der Blähungen war da noch die leichteste Übung. Diese Biographie ist eine von mehr als 763.000 (Stand Mai 2020) der deutschsprachigen Wikipedia. Darunter befindet sich auch die des Franzosen Michel Lotito, der im Laufe seines Lebens 18 Fahrräder, 15 Einkaufswagen, sieben Fernseher, sechs Kronleuchter, zwei Betten, ein Paar Ski, einen Sarg und eine Cessna verspeiste. Nichts davon hat ihm geschadet. Das sehr skurrile Verhalten geht auf eine Essstörung mit dem Namen Pica-Syndrom zurück.

Auch die Geschäftsidee der Britin Elizabeth Ruth Belville ist eine Erwähnung wert. Belville lebte von 1854 bis 1843 und machte ihr Geld 40 Jahre lang damit, die amtliche Zeit (Greenwich Mean Time) mit einer eigenen Uhr abzugleichen und die abgelesene Uhrzeit Abonnenten wie beispielsweise Uhrmachern mitzuteilen. Sie ist als 'Greenwich Time Lady' ein Teil der Londoner Stadtgeschichte.

Lesen?

Es würde hier zu weit führen, weitere Beispiele für spannende Artikel aufzuführen. Der Untertitel, den Grünlich seinem Buch gegeben hat, weist bereits in die richtige Richtung: Wie ich versucht habe, Wikipedia durchzulesen, und was ich dabei gelernt habe. Man lernt beim Lesen der Wikipedia-Artikel eine ganze Menge, und irgendetwas nimmt man immer für sich mit. Die Internet-Enzyklopädie hat einen unfassbaren Umfang angenommen, sodass man zu fast allen Themen Inhalte findet. Die von Grünlich verwendete Methode ist allerdings gewöhnungsbedürftig, denn sie verführt dazu, sich im Dickicht der Informationen zu verlieren. Dass das Grünlich passiert ist, ist dem Buch an einigen Stellen anzumerken. Er kommt oft vom Hölzchen aufs Stöckchen, manche Themen werden hingegen in ein oder zwei Sätzen nur angerissen. Das schnelle Springen von einem Thema zum anderen macht das Buch zwar sehr interessant, das Lesen aber etwas anstrengend. 

Der Alleswisser ist 2020 im Yes Verlag erschienen und kostet als Taschenbuch 14,99 Euro sowie als E-Book 11,99 Euro.


Freitag, 21. Mai 2021

# 291 - Ein Lesebuch über Vögel, das Überraschendes übers Singen, Fliegen und Balzen bereithält

Alle Vögel sind schon da? Nicht ganz, aber immerhin 24
sieht sich Cord Riechelmann in seinem Buch Vögel näher an. Vom Albatros über die Amsel, den Fettschwalm, den Knutt, den Leierschwanz bis zum Zaunkönig: Die Vögel sind rund um den Globus verteilt und verfügen über beeindruckende und teils skurril wirkende Gewohnheiten.

Vögel ist kein Lehrbuch, das die Systematik dieser Tiere behandelt. Begriffe wie 'Ornithologie' oder 'Landwirbeltiere' kommen nicht vor. Es geht Riechelmann eher um die Faszination, die die Tiere durch ihren Gesang und/oder ihre beeindruckenden Flugleistungen auf den Menschen ausüben.

Da geht es zum Beispiel um die Anpassungsfähigkeit von Vogelarten an eine sich verändernde Umwelt, aber auch um das genaue Gegenteil: Albatrosse sind wegen des Plastikmülls in den Meeren, durch die für sie gefährliche Hochseefischerei und den Klimawandel in ihrem Bestand bedroht. Der Umstand, dass sie sich auch unter günstigen Bedingungen nur sehr langsam vermehren, hat dazu geführt, dass sich die Populationen von drei der zwölf Albatrosarten während der letzten vierzig Jahre um zwischen vierzig und sechzig Prozent verringert haben.

Riechelmann greift auch Ungewöhnliches aus der Vogelwelt auf. So beschreibt er gar nicht so seltene homosexuelle Flamingos, die sich um verlassene oder unterversorgte Küken kümmern, oder die ungewöhnliche Methode der männlichen Laubenvögel, die Weibchen von sich zu überzeugen: Die Hähne bauen für die Balz spezielle Lauben, die sie reich und oft farblich abgestimmt dekorieren. Am einen Ende der Laube führen sie ihren Balztanz auf, während die Auserwählte ihnen vom anderen Ende aus dabei zusieht. Wenn die Zeremonie vorbei ist, entscheidet sich das Weibchen aufgrund der Kombination aus der Laube, deren Dekoration und dem Tanz des Männchens für oder gegen ihren Bewerber.

Die Beschreibungen der einzelnen Vogelarten werden durch Texte angereichert, in denen es zum Beispiel um die Frage geht, ob eine ganzjährige Fütterung von Vögeln sinnvoll ist oder ob sich zur Vogelbestimmung Fotos oder Zeichnungen besser eignen.

Das Buch ist mit zahlreichen Zeichnungen verschiedener Vogelarten illustriert, viele stammen aus der Feder des amerikanischen Ornithologen John James Audobon. Audobon erschuf zwischen 1827 und 1838 435 lebensgroße Aquarelle von in Nordamerika lebenden Vögeln, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit und Detailgenauigkeit berühmt wurden. Die Aquarelle kann man sich hier und hier ansehen.

Auch der oben abgebildete Flamingo stammt aus dieser Sammlung. Seine Haltung ist jedoch unnatürlich: Weil die Größe des Tieres mit gerecktem Hals die üblichen Dimensionen der Drucktafeln übertraf, wurde er von Audobon in dieser Position gemalt, um den Druck zu ermöglichen.

Lesen?

Vögel bietet jede Menge Überraschungen und ist für alle, die sich für Vögel interessieren, zu empfehlen. Es ist ein Buch, das man immer wieder zur Hand nehmen kann. 

Der Titel ist 2021 im Dudenverlag erschienen und kostet 16 Euro.


Freitag, 19. März 2021

# 282 - Grüner wird's heute nicht mehr

Warum widmet man sich ausgerechnet der Farbe Grün?
Darauf gibt der Autor des Buches Grün, Prof. em. Hermann J. Roth, zwar keine Antwort, aber wenn man sich auf seiner Homepage umsieht, erkennt man schnell, dass ihm neben seinem Fachgebiet, der Pharmazie, auch die Kunst wichtig ist. Roth sieht in der Wissenschaft auch immer die Ästhetik.

Sein Buch trägt den Untertitel Das Buch zur Farbe. Dieses Konzept wird sowohl inhaltlich verfolgt als auch ästhetisch konsequent durchgehalten. Nicht nur der Einband ist in Grün gehalten, sondern ebenso der Schnitt, die Seitenränder sowie Überschriften, Seitenzahlen und Verweise.

Roth durchstreift praktisch alle Bereiche des menschlichen Lebens, in denen die Farbe, mit der gemeinhin Leben und Hoffnung assoziiert wird, vorkommt: In sechzehn Kapiteln erläutert er nicht nur die Herkunft des Wortes, sondern sieht sich in den Naturwissenschaften, der Medizin und Pharmazie, der Politik oder der Literatur um. Es ist tatsächlich erstaunlich, wie oft und wofür der Begriff 'Grün' verwendet wird. Da geht es um den Grünen Strahl (ein Phänomen, das beim Sonnenuntergang entsteht), das Grünkreuz (das nichts Positives an sich hat), die Grünen Drogen (Drogen, die das Wort 'Grün' in ihrer Bezeichnung führen, wie z. B. Grünes Pflaster) oder die Grüne Hochzeit. Im letzten Kapitel 'Grüner Omnibus' finden sich Begriffe, die sich thematisch nicht einem der vorangegangenen Kapitel zuordnen lassen. Dazu gehören beispielsweise das 'feindliche Grün' aus dem Straßenverkehr oder die Grüne Fee als poetische Bezeichnung für Absinth.

Jedes Kapitel ist mit Fotos oder Zeichnungen von (überwiegend) grünen Tieren, Menschen, Gebäuden oder Gegenständen illustriert. Nach der letzten Seite fragt man sich, ob sich Roth wohl noch weiteren Farben widmen wird. Grün ist ein sehr interessantes und unterhaltsames Buch. Leseempfehlung!

Grün ist 2021 im Dudenverlag erschienen und kostet als gebundene Ausgabe 22 Euro.

Freitag, 29. Januar 2021

# 275 - Das Gesicht Europas

Der Biologe Bernd-Jürgen Seitz hatte 2017 mit Das Gesicht Deutschlands ein beeindruckendes Buch herausgebracht, nun hat er das Blickfeld erweitert und mit dem Titel Das Gesicht Europas nachgelegt.

In vier Kapiteln widmet sich Seitz nicht nur einer Beschreibung der geologischen, klimatischen und ökologischen Bedingungen des Kontinents, sondern erläutert Begriffe und Zusammenhänge und macht praktische Vorschläge, wie der Rückgang der Artenvielfalt mit relativ wenig Aufwand gestoppt werden kann. Die Inhalte sind leicht verständlich aufbereitet und richten sich sowohl an Leser mit wenigen Vorkenntnissen als auch an solche, die sich bereits mit der Thematik beschäftigt haben.

Der Abschnitt Landschaften und Lebensräume beschäftigt sich mit einer ausführlichen Betrachtung der Lebensräume Wald, Wasser, Wüste, Grasland, Kulturland sowie Bergland und macht seine Leser auf deren genaue Beschaffenheit und ihre Besonderheiten aufmerksam. Zum Verständnis der Landschaften gehört dabei unbedingt das Wissen um ihre Geschichte.

Im darauffolgenden Kapitel wird jeder dieser Lebensräume genau unter die Lupe genommen: Haben wir noch irgendwo in Europa Wildnis? Sollen auch Kulturlandschaften geschützt werden und wer tut das überhaupt? 

Im letzten Teil stellt Seitz die einzelnen Länder Europas anhand einiger statistischer Daten sowie ihrer Landschaften und Lebensräume vor. Er leitet es sehr treffend mit einem Zitat des Forschungsreisenden Alexander von Humbold ein: Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die sich die Welt nicht angeschaut haben.

Das Buch wird sehr anschaulich durch zahlreiche Fotos wie zum Beispiel diese ergänzt:

Litauen: Der Mittelpunkt Europas


Grabenbuchzone in Island



Eisernes Tor an der rumänisch-serbischen Grenze



Schilfernte am Neusiedler See (Österreich, 1996)



Kuhrische Nehrung mit Haff


Lesen?

Klare Leseempfehlung. Mir ist kein anderes Buch bekannt, das seinen Lesern Europa aus dieser Perspektive so anschaulich nahebringt wie dieses.

Das Gesicht Europas ist 2020 bei wbg Theiss, einem Inprint der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft (WBG), erschienen und kostet als gebundene Ausgabe 50 Euro sowie als E-Book 39,99 Euro.

Ich bedanke mich beim Verlag, der mir die Fotos zur Verfügung gestellt hat.

Freitag, 13. September 2019

# 212 - Von der Hauptstadt raus aufs Land

Die Journalistin Agnes Ravatn hat mit Ein kleines Buch vom Leben auf dem Land ein kleines, feines Buch darüber geschrieben, wie es ist, von der Hauptstadt Oslo mit ihrem pulsierenden Leben aufs Land zu ziehen, wo fast nur die Geräusche der Natur zu hören sind. Ihr und ihrem Mann hat in Oslo nichts gefehlt, im Gegenteil: Sie fühlten sich wohl in ihrer Dreizimmerwohnung, zwischen so unterschiedlichen Menschen, die sie auf der Straße, bei der Arbeit oder bei Veranstaltungen antrafen. Warum also dieser radikale Schritt?


Der Auslöser ist die Geburt des ersten Kindes. Die jungen Eltern wollen ausprobieren, wie es sich auf dem Land lebt und dafür die sechsmonatige Elternzeit nutzen. Die Familie von Ravatns Mann besitzt im westnorwegischen Valestrand ein leerstehendes Bauernhaus, das von den Verwandten sofort bezugsfertig renoviert wird. Hier leben auf einer Fläche von 59 km² etwas mehr als 1.200 Menschen. Bis nach Oslo sind es ungefähr 450 Kilometer. Dazwischen scheinen Welten zu liegen: So, wie es Ravatn schildert, sind der westnorwegische Humor und die Fähigkeit zur Ironie den ostnorwegischen Gewohnheiten so ähnlich wie  die zwischen Holstein und Bayern: Man spricht zwar dieselbe Sprache, aber immer hübsch aneinander vorbei.

Doch das ist nicht der einzige Unterschied, an den sich die kleine Familie gewöhnen muss: kein Internet, kein Fernsehen, keine kulturellen Veranstaltungen, keine Spontankäufe und gefühlt kein Tag ohne Regen. Dafür jede Menge Ruhe, Natur, das Wahrnehmen des Wechsels der Jahreszeiten und die Rückbesinnung auf grundsätzliche Dinge, die das Leben ausmachen.

Ein stetiger Lichtblick sind der in der Nähe wohnende Dichter und Essayist Einar Økland und seine Frau Liv Marit. Økland ist fast 40 Jahre älter als Ravatn und eine in Norwegen sehr bekannte Persönlichkeit. Er ist ein väterlicher Freund, der mit seinen liebenswerten Schrullen schon seit 40 Jahren in seinem Haus auf dem Land lebt. Als er sich entschloss, Oslo zu verlassen, war er also etwa so alt wie die Autorin es heute ist.

Wer schon einmal auf dem Land gelebt hat, weiß, dass man hier und da nicht besonders zimperlich sein sollte. Das ist in Norwegen nicht anders: Die Methoden, die Schnecken im Garten zu dezimieren oder den geangelten Fischen den Garaus zu machen, bevor sie an Ort und Stelle ausgenommen werden, ist nichts für sensible Gemüter.
Und noch etwas lernt Ravatn von Økland: wie man richtig gutes Knäckebrot backt und was wahres Glück ist.


Wie war's?


Ein kleines Buch vom Leben auf dem Land beschreibt die Sicht einer Städterin auf das Landleben. Ravatn und ihr Mann verlassen das gewohnte Umfeld und stürzen sich kopfüber in das neue Leben. Die Betrachtung des täglichen Lebens fällt in diesem Buch relativ oberflächlich aus, es geht mehr um die Beschreibung des sich nach und nach herausschälenden neuen Lebensgefühls. Interessant und sehr kurzweilig zu lesen, aber wer einen intensiven Blick auf die die Autorin umgebende Natur erwartet hat, ist mit diesem Titel weniger gut bedient.

Ein kleines Buch vom Leben auf dem Land ist 2019 in der deutschen Ausgabe bei btb erschienen und kostet als gebundenes Buch 15 Euro sowie als E-Book 11,99 Euro.

Diese Rezension ist Teil einer Reihe, die sich anlässlich der Frankfurter Buchmesse 2019 mit ihrem Ehrengast Norwegen mit norwegischen Schriftstellern beschäftigt.
In den letzten Wochen habe ich über diese Bücher geschrieben:


Freitag, 22. Juni 2018

# 155 - Wandlungskünstler - Insekten unter dem Mikroskop

Großartige Fotos, tolle Texte

 

Wer sich für die Natur interessiert, kommt an diesem Buch nicht vorbei: Wandlungskünstler - Die geheime Erfolgsgeschichte der Insekten mit Fotos von Nicole Ottawa und Oliver Meckes sowie Texten von Veronika Strauß und Claus-Peter Lieckfeld ist prall voll mit Informationen und grandiosen Fotos von Insekten, die mit dem Rasterelektronen-Mikroskop aufgenommen wurden. 

Ganz dicht dran an der Metamorphose 

 

An diesem Buch stechen zuerst die spektakulären Fotos ins Auge. Es geht los mit den Schmetterlingen: Aufnahmen von der Metamorphose des Seerosenzünslers und des Seidenspinners machen den Anfang, ihnen folgen Bilder vom Hauhechel-Bläuling, der auch auf dem Cover abgebildet ist. Danach folgen die Käfer, die Libellen, die Hautflügler, die Fliegen (und sogenannten Fliegen) sowie die Mücken. Erst nach dem Studieren dieser Fotos konnte ich mich den Texten zuwenden: Die Autoren erklären die Anatomie der Insekten, erläutern den Prozess der Metamorphose und schreiben, warum die fotografierten Tiere zunächst mit einer Goldschicht überzogen wurden. Ganz nebenbei lernt man, wie ein Rasterelektronen-Mikroskop funktioniert.
Das Buch schließt mit einem Nachwort, das einen eindringlichen Appell enthält, etwas gegen das Insektensterben zu unternehmen. 
Auf diesen Beispielfotos sind oben die Larve der Adonislibelle mit eingeklappter Fangmaske und darunter das erwachsene Insekt (vergrößert und ohne Vergrößerung) zu sehen:

© Nicole Ottawa und Oliver Meckes

© Nicole Ottawa und Oliver Meckes


© Nicole Ottawa und Oliver Meckes


Lesen?

 

Wer sich für Biologie und Fotografie interessiert, dem kann ich dieses Buch unbedingt empfehlen. Die vier Autoren sind Spezialisten ihres Fachs:
  • Nicole Ottawa ist Biologin und Expertin für Mikrofotografie.
  • Oliver Meckes ist Fotograf mit dem Schwerpunkt auf wissenschaftlicher Fotografie. Er gewann zusammen mit Nicole Ottawa mehrere Preise, darunter den World-Press-Photo Award. 1995 gründeten die beiden das Unternehmen eye of science.
  • Veronika Straaß ist Biologin und Autorin zahlreicher Sachbücher.
  • Claus-Peter Lieckfeld ist Journalist und Autor und hat u. a. für GEO und DIE ZEIT geschrieben.

Wandlungskünstler - Die geheime Erfolgsgeschichte der Insekten ist im Dölling und Galitz Verlag erschienen und kostet 24,90 Euro. 

Ich bedanke mich bei der Agentur Literaturtest, die mir das Buch zur Verfügung gestellt hat, und beim Dölling und Galitz Verlag für die Genehmigung, die gezeigten Fotos veröffentlichen zu dürfen..